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Auf dem Wawel liegen schon diese, die die Medien auch nicht wollten
Auf dem Wawel liegen schon diese, die die Medien auch nicht wollten
Datum: 16 April 2010
von Ewa Kamińska, Izabella Ewa Cech
TNV24 und Gazeta Wyborcza haben schon ab Dienstag Nachmittag den 13. April die Kampagne, oder anders gesagt die Diskussion angeschoben, gegen das Begräbnis des Präsidentenpaares auf dem Wawel. Es ist nicht seit gestern bekannt, dass die Krakauer keine Warschauer mögen, geschweige denn lieben. Es ist immer besser, wenn Warschauer nicht nach Krakau ziehen und umgekehrt. Die typischen Vorurteile in diesem Bereich sieht man im Fußball, wenn sich die Warschauer Fans mit den Krakauer Fans wahre Prügelschlachten liefern. In der Trauerwoche haben zwei große Medien angefangen die Menschen anzuheizen und statt einer Diskussion ist es zu einer peinlichen internationalen Presseschlagzeile geworden. Jedoch um alle zu beruhigen, gegen Wawelbegräbnisse sind solche Unruhen nichts Neues, auch in der Vergangenheit war es ein Thema. Aber von Anfang an. Auf der Internetseite minakowski.pl gibt der Historiker Dr. Minakowski die ersten Personen an, gegen die die Krakauer Bevölkerung wegen einer Beisetzung im Wawel laut ihre Stimmen erhoben haben. Die dritte Frau von Wladyslaw Jagiello (ein polnischer König), Elzbieta Jagiello, die früher Elzbieta Granowska hieß, wurde von dem Chronikschreiber Jan Dlugosz immer schlecht dargestellt. Das Verhalten von Jan Dlugosz gegenüber Elzbieta Granowska, genauso wie die Stellungnahme von Adam Michnik von Gazeta Wyborcza über Lech Kaczynski, hat zu Unruhen geführt. Trotz dieser Abneigung liegt die Elzbieta Granowska Jagiello auf dem Wawel begraben und ihr Nachbar soll Lech Kaczynski mit seiner Frau werden. Hier hat Dr. Minakowski recht. Solche Unruhen sollten nicht passieren, besonders in der Trauerwoche und auch die gegenseitige Abneigung sollte nicht öffentlich gezeigt werden. Egal was man schreibt oder sagt, sollte man nicht jetzt die Menschen beurteilen. Der Historiker dr. Minakowski ist noch weiter gegangen. Er hat nachgewiesen, dass Lech Kaczynski (und damit auch JarosÅ‚aw) mit dem Präsident des polnischen Parlaments und dem jetzigen kommissarischen Präsidenten von Polen Bronislaw Komorowski verwandt sind. Vor über 400 Jahren haben sie einen gemeinsamen Verwandten. Das Präsidentenpaar ist nicht das einzige und letzte Opfer der Abneigung der Öffentlichkeit für eine Beisetzung auf dem Wawel. Der Historiker Prof. Chwalb erzählt in einem Interview für Rzeczpospolita über Probleme für eine Beisetzung des polnischen Nationaldichters Adam Mickiewicz und des Marschalls Józef PiÅ‚sudski auf dem Nationalsymbol, dem Wawel. Sogar der Fürst Józef Poniatowski hatte damals wegen seiner Zugehörigkeit zu einer Freimauerer-Loge Probleme auf dem Wawel begraben zu werden. Ein anderer polnischer Dichter, Juliusz SÅ‚owacki, der auch auf dem Wawel begraben wurde, hatte seine eigenen Opponenten , die gegen ihn agiert haben. Mickiewicz und Slowacki sollten sich gehasst haben und nach einigen Quellen sollte es dies Grund sein, warum er nicht zusammen mit Mickiewicz begaben sein sollte. Dem polnischen Marschall Józef PiÅ‚sudski sollte der Fürst Sapieha gesagt haben, auf dem Wawel seien keine freie Plätze mehr vorhanden. Jedoch nach ein paar Jahre nbei einem Lunch fragte PiÅ‚sudski Sapieha, ob es ein freier Platz auf dem Wawel doch frei wäre. Danach sollte Sapieha geantwortet haben, es wäre möglich, jedoch müsste sich der Marschall beeilen. Und er hat sich beeilt. Nach seinem Tode im Jahre 1935 wurde der Marschall Pilsudski trotzdem auf dem Wawel begraben. Auch gegen der Willen der Opportunisten nahmen an der Feierlichkeit 250 000 Menschen teil. Die von der Gazeta Wyborcza und TVN24 angefangene Diskussion sollte nicht stattfinden und manchmal wäre es vielleicht besser den Historikern zuzuhören und über Handlungen nachzudenken. Die Unruhen können wir später anfangen. Damit haben wir, Polen, doch die notwendige Erfahrung und Praxis. Die Aussetzung der „Diskussion“ über die Beisetzung von dem Präsidenten von Kaczynski auf dem Wawel von Gazeta Wyborcza erst am Donnerstag den 15. April ist leider schon zu spät. Viele würden jetzt sagen,“ Besser später als nie“. Vielleicht sollten wir mehr aus der Geschichte lernen statt auf alle mit Steinen zu werfen. Und wie die Geschichte zeigt, es ist nichts Neues, dass die Menschen auch dagegen sind. Es gibt immer solche Menschen, die waren, sind und werden gegen etwas, sonst wäre doch keine Demokratie. Unsere Texte sind urheberechtlich geschützt. Möchten Sie den Artikel auf Ihrer Internetseite oder anderen Träger veröffentlichen , erwerben Sie bitte eine Veröffentlichungslizenz. In diesem Thema:
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