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Die Kumulationswelle kommt in Wroclaw am Samstag

Datum: 20 Mai 2010 von Ewa Kamińska
Die Kumulationswelle kommt in Wroclaw am Samstag

Die Flut und die damit verbundene Welle nähern sich schon Niederschlesien. In Oppeln erwarten die Bewohner mit Sorge , dass die Welle weiter geht. Nach der Flut vor 13 Jahren wurden die Deichen verstärkt, und das ist zur Zeit die einzige positive Nachricht.
Im März dieses Jahres hat die Oberste Kontrollkammer NIK Najwyzsza Izba Kontroli den Bericht über die Deiche und Investitionstand der Gemeinden im Falle der Flut vorbereitet. Es hat sich herausgestellt, dass viele diese Investitionen nur auf dem Papier stehen und die lokalen Behörden sich um die Deichen überhaupt nicht gekümmert haben. Jetzt zahlt Polen wieder die Rechnung, aber im Endeffekt zahlt die Rechnung wieder der Bürger. Sie leiden unter den schlechten Vorbereitungen der lokalen Behörden im Fall der Flut. Im Herbst sind die Lokalwahlen, da wird sich hoffentlich vieles ändern.
Um Wroclaw zu retten, wurde schon angedeutet, die Deichen kurz vor Wroclaw künstlich zu brechen, ca. 5.000 Personen werden ihre Häuser verlassen müssen und ihr Hab und Gut, Haus und Hof verlieren. Wer zahlt die Entschädigung diesen Menschen? Keiner, es gibt doch höhere Gewalt und die Flut ist so eine höhere Gewalt.

In Wroclaw wurde ein Gerücht verbreitet, es komme eine 8 Meter hohe Welle und die werde noch schlimmer als vor 13 Jahren sein. Der Stadtpräsident Rafal Dudkiewicz versucht den Journalisten zu erklären, es sei ein Gerücht und doch hat es Panik in der Stadt verursacht. Am Tag verbraucht Wroclaw ca. 7 Mio. Liter Wasser, nach dem Gerücht sind schon 13 Mio. Liter, da Wasservorräte angelegt werden. Im Geschäften fehlt das Trinkwasser in Flaschen und die Handelsketten verkaufen alles was Essen heißt. In einer offizieller Presseerklärung kündigt die Stadt Wroclaw an, dass die Kumulationswelle am Samstag um 4 Uhr erwartet wird, also zu nachtschlafender Zeit. Erwartet wird die Welle bis zu einer Höhe von 680 cm und den Durchlauf von ca. 1900-2000 m3/s. Im Vergleich im Jahre 1997 war es 3600 m3/s. nach den jetzigen Berechnungen sollte das Wasser zwischen den Deichen bleiben. Jeder Zeit kann sich trotzdem etwas ändern.

Auch Richtung Warschau nähert sich die Flut. In Sandomierz, was zur Zeit am stärksten von der Flut betroffen ist, versuchen die Menschen zu überleben und können nur noch aus der Luft gerettet werden. In Masowien sind schon 17.000 Personen evakuiert worden. Der Fluthöhepunkt wird in Warschau am Freitag erwartet. Der erwartete Welle wird 650 cm hoch, jedoch die meisten Sorgen bereitet Wloclawek ( Woiwodschaft Kujawien-Pommern) und deren Schleuse. Wird der Damm und die Schleuse brechen, dann können nicht nur die Stadt, sondern auch die umgebenden Dörfer unter Wasser stehen.

Der Kampf beginnt, der polnische Premierminister Donald Tusk hat den bei der Flut geschädigten Personen 6.000 PLN (ca. 1.200 EUR) als Entschädigung vorgeschlagen.

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FOTO: CIR

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