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Dramatische Nacht in Kozanow
Dramatische Nacht in Kozanow
Datum: 24 Mai 2010
von Justyna Cech
Die Worclawer haben den Kampf gegen das Wasser verloren. Seit der Nacht ist der Wasserstand genauso hoch wie vor 13 Jahren bei Kozanow . Der Wroclawer Stadtpräsident Rafal Dudkiewicz hat seine Mitarbeiter mobilisiert und die ganze Nacht um die Deiche gekämpft. Leider hat nichts geholfen. Zwar liegt der Wasserspiegel niedriger als vor 13 Jahren ,doch das Wasser ist in die Wohnsiedlung eingedrungen. Die Kommunalwohnungen, die jetzt meistens getroffen wurden, sind im Jahre 1999 gebaut worden. Noch von der alten Koalition. Keiner weiß, warum so der Stadtrat entschieden hat. Das Wasser geht langsam in Wroclaw zurück und die Behörden schätzen die ersten Schäden. Die Kumulationswelle geht an der Oder voran. Von Sonntag zu Montag erreicht sie Brzeg Dolny und in der Nacht von Montag zu Dienstag Glogow (Glogau). Die Welle soll nach den Schätzungen eine Höhe von 690 cm nicht überschreiten. Aber die Lage auf der Weichsel scheint noch schlimmer zu sein. An vielen Stellen sind Deiche gebrochen. Die Meteorologen sagen jedoch offen, dass wenn die Deiche der Flut standgehalten hätten, der Wasserspiegel in kommender Zeit so hoch gewesen wäre, dass nicht nur einige Teile, sonder die ganze Stadt Warschau überflutet worden wäre. In Masowien wurden über 4000 Menschen aus 25 Gemeinden evakuiert. Plock und Kalisz, sowie Kazimierz Dolny und Sandomierz stehen immer noch unter Wasser. Das Wasser erreicht langsam Wloclawek und die Deichen werden jetzt ihre Prüfung bestehen müssen. In den 13 vergangenen Jahren wurde fast gar nichts gemacht. Die Regierende Koalition und der Präsidentenkandidat Komorowski (PO) verspricht ein Supergesetz zum besseren Schutz von der Flut. Seit 2007 regiert PO in Polen, und hat das Gesetz noch nicht verabschiedet. Deiche und Flutpräventionen sind auch nicht gemacht worden. Die Zeit darüber zu sprechen ist jedoch abgelaufen. Das neue Problem steht noch bevor. Das Wetter, das in der nächsten Zeit Regen und Gewitter bringen soll. Die Menschen aber wollen ihr Leben und Eigentum nicht kampflos dem Wasser übergeben. Bis zu 6 000 PLN (1200EUR) hat der polnische Premierminister, Donald Tusk, Unterstützung für die Betroffenen angeboten. Die ersten Zuschüsse von dem Umweltfond werden jetzt schon bezahlt. Zur Zeit werden ca. 10 Mio. PLN zur Verfügung gestellt. Das größte Problem ist das Ausmaß der Katastrophe . Die Regierung hat noch kein Notstand ausgerufen. Unsere Texte sind urheberrechtlich geschützt. Möchten Sie den Artikel auf Ihrer Internetseite oder anderen Träger veröffentlichen, erwerben Sie bitte eine Veröffentlichungslizenz. In diesem Thema:
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