![]() |
|
| Home Aktuelles Wirtschaft Steuer Recht Kontakt Abonnement Impressum |
|
Newsletter-polen.de »
Aktuelles »
Schwarze Wolken über Polen. Die Flut kommt erneut
Schwarze Wolken über Polen. Die Flut kommt erneut
Datum: 04 Juni 2010
von Izabella Ewa Cech
Nach reichlichem Regen, ca. 80 Liter pro m³, kämpfen polnische Bewohner wieder gegen das Wasser. Am schlimmsten hat es die Wojewodschaften Karpatenvorland, Kleinpolen und Lubelskie getroffen. Dort müssen die Menschen schon wieder evakuiert werden. Das Wasser hat Brücken überschwemmt und damit den Menschen die Rettungswegen unterbrochen.
In Stary Sacz wurde sogar eine Brücke aus ihrer Verankerung gerissen und bedroht als schwimmendes Hindernis andere Brücken. Einige Ortschaften sind von der Welt abgeschnitten und Sandsäcke sind Mangelware. Wegen der Wetterbedingungen kann keine Rettungsaktion per Hubschrauber ausgeführt werden. Der Polsat Reporter vor Ort, hat zur Rettungshilfe für die Menschen aufgerufen. Die gleichen Gebiete, die vor einigen Tagen gegen die Flut gekämpft haben, müssen wieder den Wassermassen trotzen. Durch den starken Regen wurde eine ganze Siedlung in Krakow geflutet. In Tarnobrzeg und Umgebung müssen die Menschen wieder dem Wasser stand halten. Die gebrochenen Deiche überfluten die gleichen Gebieten wie vor einigen Tagen. Die Menschen müssen wieder um ihr Leben fürchten. Die Lage ist schlimmer als vor zwei Wochen in Kleinpolen. Nicht nur Wasser bedroht die Menschen sondern auch Schlammlawinen vernichten die Häuser. Die Landstraße Zakopianka, die Krakow mit Zakopane verbindet, wurde von Erdrutschen an einigen Stellen blockiert. Durch die Straßen von Nowy Sacz fließt das Wasser. Zu Krynica Zdroj gibt es immer noch keinen Kontakt. Der Ort ist von der Welt abgetrennt und keiner kann durchkommen. Im Kleinpolen wurden wegen Bergabgängen über tausend Häuser zerstört oder sind gefährdet. Die Menschen wurden in der Nacht schnell in die Sicherheit gebracht und jetzt stehen sie alleine und haben alles verloren. Diesmal kommt das Wasser nicht nur von Oder und Weichsel, sondern auch von den Kleinflüssen, wie bei Jaslo (Ropa). Bei Jaslo und in Jaslo müssen ca. 12.000 Personen in die Sicherheit gebracht werden. Diese Überflutungen haben viele Schäden verursacht. Der Vogt von Wilkow, der Gemeinde die zu 80% total zerstört wurde, hat die sofortige Evakuierung aller Bewohner veranlasst. Er will keine Wiederholung der Lage von vor 7 Tagen. Plock und Wroclaw bereiten sich auf die kommenden Wellen vor. Warschau wurde nach dem Gewitter überschwemmt und auch Menschen mussten wegen der Bodenabrutsche evakuiert werden. In einigen Wohnsiedlungen drängte das Regenwasser auf die Straßen. Auch hier mussten den Menschen geholfen werden. Für Plock wurde ein „Blitzkriegsstrategie“ vorbereitet, bis Sonntag muss die Stadt sich auf die Wellenankunft vorbereiten. Bei Glogau in Wilkow und Umgebung steht Oder immer noch. Ob Kozanow in Wroclaw wieder überflutet wird, kann man noch nicht sagen. Der Wroclawer Bürgermeister Rafal Dudkiewicz will kein Wasser in die Stadt lassen und die Deiche werden immer mehr aufgebaut. Über eine kontrollierte Überflutung auf die nahegelegene Gebiete wird diskutiert. In Sandomierz werden die Deiche immer noch überwacht. Der Bürgermeister von Sandomierz hat die Evakuierung der Bewohner auf rechten Seite der Weichsel angeordnet. Schon jetzt liegt der Weichselstand auf der Höhe von 6,6 m. Die Kumulationswelle kommt am Freitag, sie soll aber keine 7 m überschreiten. In der Woiwodschaft Heiligkreuz wurde auch Flutalarm angekündigt. Überflutet wurden viele Gemeinden und Ackerland. Die diesjährige Ernte wird wahrscheinlich im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fallen. Den Schaden kann man jetzt noch nicht genau beziffern. Die Versicherungsunternehmen haben aufgehört die Schadenssummen auszuzahlen. Keine neue Versicherungen gegen Flut und Wasserschaden werde abgeschlossen. Alle Reisenden in Richtung Wojewodschaften Kleinpolen, Karpatenvorland, Lubuskie und Lubelskie müssen mit Verkehrshindernissen rechnen. Viele Straßen und Bahnverbindungen wurden unterbrochen. Solange der Wasserstand nicht runter geht, wird empfohlen lieber auf Reise in diese Gebiete zu verzichten. Der Wojewode von Kleinpolen hat zur Zeit über 1.300 Bodenabrutschstellen in der Wojewodschaft gesichtet. Die neusten Fotos von der Flutkatastrophe können Sie auf dem Internetportal onet.pl hier ansehen. aktueller Stad der polnischen Straßen vorbereitet von der Generaldirektion für Straßen und Autobahn GDDKiA sehen Sie hier Unsere Texte sind urheberrechtlich geschützt. Möchten Sie den Artikel auf Ihrer Internetseite oder anderen Träger veröffentlichen, erwerben Sie bitte eine Veröffentlichungslizenz. In diesem Thema:
|
![]() |
Polen News Anmeldung TAGs
|
|||||||||||||
![]() |
||
| © Copyright Gruppe Abakus 2008 - 2012 | ||