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Kommunistisches Schrottautorennen Katowice-Istanbul

Datum: 06 September 2010 von Justyna Cech
Kommunistisches Schrottautorennen  Katowice-Istanbul

Schon zum dritten Mal sind die kommunistischen Schrottautos für wohltätigen Zwecke in der Welt unterwegs. Pünktlich um 11:30 Uhr sind 120 Wagen, Schrottkarren aus den kommunistischen Zeiten, gestartet. Die Idee ein Rennen mit den alten Wagen zu machen, kam der Stiftung Nasz Slask (Unser Schlesien), um die Kinder in Kinderheimen zu unterstützen. Das gesammelte Geld und die gespendeten Gegenstände werden in voller Höhe dem Kinderheimen in Katowice geschenkt. Im letzten Jahr hat die Stiftung zu diesem Zweck mehr als 40 000 PLN (ca. 10 000€) gesammelt. Dazu kamen als Spenden solche Geräte wie: Fahrräder, Möbel, Trockner, Computer, Bekleidung, Regenschirme, Fernsehgeräte, u.a. Gegenstände die im Kinderheim notwendig sind.

Jedes Team muss sich Sponsoren suchen, die Geld für ein Kinderheim auf das Konto der Stiftung überweisen. Im Gegenzug bekommen die Sponsoren Werbung auf den Wagen, die an dem Rennen teilnehmen. Um ein Team zu bilden, muss einer der wichtigsten Voraussetzungen erfüllt werden. der Wagen muss die technischen kommunistischen Voraussetzungen erfüllen.

Erlaubt sind u.a. folgende Marken: Fiat 125P, Großer Fiat 126P, FSO Polonez, Polonez Caro mit dem alten Motor 1500 ccm, Å»uk, Nysa, Skoda 100, 105, 120, 130, Favorit (Felicia kann leider nicht daran teilnehmen), Tarpan, Dacia (aber nur diese vor der Renault Beteiligung), Syrena, Trabant, Wartburg, Barkas, Lada 1300, 2107, Lada-Niva (Achtung hier ist das Baujahr wichtig), Wolga oder Warszawa, Zaporożec, Zastava, Tavria, UAZ, Star, Jelcz, Motorräder MZ, WSK, Junak, Ural, Dniepr, ETZ, Komar. Wurde kommunistische Marke nicht ausgeführt, so können die stolzen Besitzer eines alten Wagens aus den kommunistischen Zeiten, den sie noch nicht für 2500 € verschrottet haben, per Mail anfragen und vielleicht bekommen sie die Möglichkeit an dem nächsten Rennen teilzunehmen. Der Wert des Wagens sollte keine 1 000 PLN (ca. 250€) überschritten haben.

Zum ersten Mal wird die Strecke über Europa nach Asien führen und die türkischen Bürger werden die Schönheit und Qualität der kommunistischen Wagen bewundern können.

Was bieten die Veranstalter dafür:

Es wird kein Abschleppdienst geben.

Es gibt keine gestellten Mechaniken unterwegs.

Auch den ADAC wird man vergebens suchen.

Es gibt keinen Psychologen oder anderen Seelsorger.

Keine Erste Hilfe-Pannenkäfte wird angeboten und sogar

die Veranstalter haften auch nicht dafür, dass das Rennen beendet wird und das Ziel erreicht werden kann.

Aber die Menschen werden viel Spaß haben

Schon am ersten Tag kamen einige Teams in Ungarn an. Insgesamt müssen 120 Wagen eine Strecke von 2000 km fahren und sich bis zum 7. September in Istanbul am Ziel melden. Ausgestattet mit CB-Funkanlagen bleiben die Teams im Kontakt.

Leider können kapitalistischen Marken wie Mercedes oder BMW daran nicht teil nehmen, da sie auf der falschen Seite, bis Ende der 80-Jahren, produziert wurden. Jedoch alle alten Fahrzeuge, die immer noch fahren, noch zukünftig fahren werden und im ehemals kommunistischen Gebiet hergestellt wurden, sind immer willkommen.
Für alle, die Spaß haben und den Kindern in den Heimen helfen wollen, sollten daran teilnehmen. Der Spaß wird garantiert, neben anderen Sachen zählt nur der Spaß am Rennen.

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Quelle: Zlombol
 
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