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Wer wird ein Finanzzentrum Mitteleuropas
von Ewa Kamińska 27. Juni 2010
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Moskau, Petersburg, Warschau, Budapest – sind zur Zeit im Gespräch der Finanzwelt. Der Preis des Wettbewerbs ist groß, es geht um die Stadt als Finanzzentrums Mittel- und Osteuropas. Letztes Jahr hat der russische Staatspräsident Dimitrij Miedwiediew auf einer Wirtschaftskonferenz in Petersburg mitgeteilt, sein Wunsch sei aus Petersburg ein Finanz- und Wirtschaftszentrum zu machen. Das gleiche Ziel hat jetzt auch der Schatzminister Aleksander Grad mit Warschau vor. Die Warschauer Börse gehört zu den erfolgreichen Börsen Europas. Diesen Wunsch hat der Minister Grad dem F.A.Z. in einem Interview bestätigt. Jedoch um ein Finanzzentrum zu sein, muss Warschau Investoren an die Börse ziehen. Nach dem Privatisierungserfolg von PGE, ENEA, PZU ist die Wahl auf Tauron gefallen.Solche Spekulationsbanken wie Goldmann Sachs wollen in Warschau eigene Vertretungen eröffnen. Langsam ziehen mehr ausländische Finanzinstitutionen an die Weichsel, als gedacht. Die Krönung der Privatisierung soll der Verkauf der Warschauer Börse sein. Wie geht es jetzt mit den Plänen von Jan Krzysztof Bielecki weiter, der auf einmal gegen Privatisierung und eine ausgewogene Auslandsbeteiligung an polnischen Finanzfirmen wirbt? Wieder treffen zwei Welten aufeinander und keiner genau weiß, was kommt. Sowie so das letzte Wort steht dem Premierminister Donald Tusk zu. Bis Ende 2011 will der Schatzminister Aleksander Grad noch 800 Unternehmen verkaufen. Aus dieser Privatisierung rechnet er mit über 30 Mrd. PLN. Bisher im Jahr 2010 hat das Schatzministerium 7,5 Mrd. PLN ( 1,87 Mrd. €) von geplanten 25 Mrd. PLN (6,25 Mrd. €) einnehmen können. Auf der Warschauer Börse sollten im nächsten Jahr das Debüt von Firmen aus der Ukraine, Litauen und Slowakei feiern. Die Vorbereitungen dazu wurden schon durchgeführt. Auf dem Hauptmarkt der Warschauer Börse sind schon 23 ausländische Firmen notiert, jedoch auf dem New Connect Index noch keine. Um den New Connect Index interessant zu machen reisen die Vertreter der Warschauer Börse mit Informationsveranstaltungen zu den Nachbarländern. Interesse besteht und vielleicht werden auch andere Firmen auf der Warschauer Börse angeboten Schon am Montag den 28. Juni wird die 31. Gesellschaft auf der New Connect ihr Debüt feiern. Moskau und Petersburg stehen in der Reihe, ein Finanzzentrum des Region zu sein, muss Warschau und Schatzminister Grad mehr anbieten, als nur Aktien von der Warschauer Börse? Unsere Texte sind urheberrechtlich geschützt. Möchten Sie den Artikel auf Ihrer Internetseite oder anderen Träger veröffentlichen, erwerben Sie bitte eine Veröffentlichungslizenz.
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