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Recht / Aktuelles

Die Eltern prüfen ihre Sprösslinge in der Schule

von Justyna Cech 24.August 2009
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Das polnische Bildungsministerium will von den traditionellen Klassenbüchern auf e-Klassenbücher umsteigen. Schon früher haben einige Schulen an der Projektphase, e-Klassenbuch, teilgenommen. Daran konnten nur die Schulen teilnehmen, die über eine entsprechende Infrastruktur verfügen.

Ab jetzt ist es in jeder Schule erlaubt. Am 16. Juli 2009 hat die Bildungsministerin Polens Katrzyna Hall (die gleiche, die polnische Schulen bei den Botschaften schließen möchte) eine Verordnung über Dokumentationsverlauf in der Schule eingeführt.
Nach dieser Verordnung ist es erlaubt in den Schulen e-Klassenbücher einzuführen. Nach den Schätzungen des Bildungsministeriums haben 0,3% der polnischen Schulen, neben den Traditionsklassenbüchern, auch ein e-Klassenbuch geführt.
Es besteht keine Pflicht diese Form in allen Schulen sofort einzuführen, aber diese Schulen müssen eine Genehmigung einholen.

Auf dem polnischen Markt sind schon die Programme vorhanden, die das Leben der Lehrer erleichten sollen. Es hilft nicht nur bei weniger Papierkramm und Abbau von Bürokratie, sondern auch den Eltern schneller über Zensuren und Fehltage in der Schule informiert zu werden. Die Schüler bekommen einen Internetzugang zu ihrem Konto und können so ihre laufenden Schulleistungen beurteilen. Wenn jemand sein Kind in die Schule schickt und die Möglichkeit bekommt seinen Sprössling zu überprüfen wird sich bestimmt darauf freuen. Die Lehrer reduzieren den Kontakt mit den Eltern auf das nötigste. Die Lehrer werden zu bestimmten Zeiten in ihrem Chatkonto zur Verfügung stehen. In Polen hat fast jeder Gadu-Gadu (GG) oder Skype, so dass jeder Schüler oder jedes Elternteil per GG beim Lehrer anfragen oder Informationen bekommen kann. Die Daten sind auf dem Server gespeichert und nur durch und in der Schule kann der Zugriff zur Datenänderung vorgenommen werden.

Wie im Leben so ist, können die Schüler manchmal besser als die Meister werden und bestimmt im IT-Bereich werden sie versuchen sich einzuhacken, um die Zensuren zu korrigieren. Bis dahin hoffen wir auf ausreichende Absicherung und Datenschutz.
Eventuell wird die Effektivität der Lehrer dadurch verbessern, weil nach einigen Untersuchungen lässt diese zu wünschen übrig. Nach den Angaben des Bildungsministeriums haben 25% der Abiturienten ihr Abitur nicht bestanden. In diesem Bereich muss was gemacht werden.

Auch in Berlin scheint das Bildungspotenzial zu fehlen, wenn die Hauptstadt Deutschlands den letzten Platz (16) im Bildungsranking belegt hat.

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Ausgabe Nr.2 (114) vom 9. Januar 2012
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