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von Ewa Kamińska 20. Dezember 2010

Elektronische Maut könnte sehr teuer werden

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Elektronische Maut könnte sehr teuer werden
Der Nachbar Polens, die Slowakei, führt schon ab dem 1. Januar neue Mautgebühren ein. Ab Mitte Juni 2011 soll auch in Polen ein elektronisches Mautsystem eingeführt werden. Die Firma wurde schon ausgewählt, jedoch fehlt in Polen noch eine gesetzliche Regelung zur Einführung des Mautsystems auf den polnischen Autobahnen und Schnellstraßen.

Die Regierung schläft nicht und arbeitet sehr hart an neuen Gesetzen und Verordnungen für das nächste Jahr. Das Infrastrukturministerium, das gleichzeitig Ministerium für Transport und Telefon ist, hat den Entwurf der neuen Verordnung an die Konsultationen geschickt.

Laut der Verordnung, die ab dem neuen Jahr gelten soll, werden neue Mautgebühren eingeführt. Die polnischen Straßen werden in Gruppen aufgeteilt.

Die polnischen Straßen werden jetzt in 2 Klassen aufgeteilt, für die man Geld bezahlen oder nicht bezahlen muss. Nur Straßen der Klasse A, S, GP und G werden dem Mautgebühren unterliegen. Am teuersten werden die Straßen der Klasse A und S sein, die preiswerteren Straßen GP und G sollen den Kraftfahrer das Geld auch aus der Tasche ziehen.

Heutzutage müssen alle LKW-Fahrer eine Straßenvignette für ihr Fahrzeug kaufen. Ab Mitte nächstes Jahres werden die Vignetten nicht mehr gelten, sondern das neue Mautsystem wird für die Straßenbenutzer eingeführt.

Das Infrastrukturministerium zeigt mit dem Entwurf der Verordnung, dass auf Ermäßigungen oder niedrigere Preise die Besitzer von neuen Fahrzeugen hoffen können. Jetzt kostet die billigste Strecke durchschnittlich 8 Groschen pro Kilometer. Ab dem 1. Juli 2011 sollte der niedrigste Preis bei 20 Groschen pro Kilometer liegen. Dieser Betrag betrifft nur die Fahrzeige, die EURO4-Normen bei Fahrzeugen von 3,5 Tonnen bis 12 Tonnen erfüllen .

Größere Fahrzeuge und diese die eine niedrigere Norm, aber mindestens EURO2 erfüllen, bezahlen höchstes 53 Groschen pro gefahrenen Kilometer.

Die Mautgebühren für die Fahrzeige zwischen 3,5 bis 12 Tonnen gelten zur Zeit in Polen nicht. Erst ab dem 1. Juli 2011 sollten diese Gebühren eingeführt werden.

Billiger wird es auf den Straßen der niedrigeren Kategorien. Auf diesen Straßen werden die niedrigsten Gebühren bei 20 Groschen und die höchsten bei 42 Groschen liegen.

Die meisten bezahlten Straßen werden in West- und Zentralpolen eingeführt. Diese Straßen, die von den Zollbehörden als Transitstraßen bestimmt werden, werden dem E-Mautsystem unterliegen. Billiger wird es in Ostpolen, da dort nicht alle Straßen zum Schnellverkehr ausgebaut wurden. In den ersten Jahren des E-Mautsystems werden dort kaum bezahlte Straßen vorkommen. Von Jahr zu Jahr werden sie zunehmen.

Die Unternehmen sind wie immer gegen jegliche Mauterhöhungen. Die Regierung will nichts unternehmen, da in anderen EU-Ländern die Mautgebühren noch teuer ausfallen als in Polen. Besonders wenn man sie von EUR in Zloty umrechnet.

Die Konsultationen haben bis Freitag gedauert. Danach wird das Ministerium die Wahl treffen und bestimmt die Verordnung bis Ende des Jahres veröffentlichen.

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Ausgabe Nr.2 (114) vom 9. Januar 2012
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