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Recht / Urteile
von Ewa Kamińska 19. Dezember 2011

Streit um Rezepte

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Streit um Rezepte

Die polnische Regierung will leider nicht zugeben, aber die Reformen, besonders die Gesundheitsreform, ist total gescheitert. Die jetzige Sejm-Marschallin und ehemalige Gesundheitsministerin Ewa Kopacz hatte vor alle Patienten noch zusätzlich in das Privatkrankenkassensystem zu bringen, um zusätzliches Geld aus der Tasche der Patienten zu ziehen.

Der polnische Gesundheitsmarkt wird bei über 5 Mrd. PLN geschätzt. Wenn jemand wirklich gesund sein will, muss leider privat gehen, um von dem Arzt behandelt zu werden. Dabei kostet ein Arztbesuch von 50,- bis zu 200,- PLN. Die Zahnbehandlung kann schon bei 1 000 PLN (ca. 250 EUR) liegen. Zum Vergleich Mindestgehalt 1 386,- PLN im Jahr 2011 und 1500 PLN im Jahr 2012.

Um das nicht noch schwerer zu machen, hat die Ministerin und jetzige Sejm-Chefin angeordnet, dass ab dem 01. Januar 2012 die Ärzte für die Rezepten haften müssen. Die Verordnung über die Zuzahlung zu den Medikamenten verpflichtet den Arzt, die Rezepte auf dem vorgeschriebenen Vordruck auszustellen. Sollte ein paar Millimeter fehlen, so werden keine Medikamenten billiger verkauft, auch wenn das Rezept undeutlich geschrieben wird und irgendwelche Fehler bei dem Vornamen oder Nachnahmen oder kein PESEL enthält, dann wird der Arzt dafür haften.

Damit dies verhindert wird, haben polnische Ärzte beschlossen, keine Zuzahlungsmedikamente mehr ausstellen zu wollen. Wollen die Kranken ihre Medikamente bekommen, müssen sie voll bezahlen.

Besonders betroffen werden die chronisch Krankenpersonen sein, die regelmäßig ihre Medikamente einnehmen müssen. Die Regierung scheint nicht daran interessiert zu sein den Streit zu schlichten. Der neue Gesundheitsminister Alukowicz, der zu PO von der SLD gezogen ist, hat mit der Ärztekammer nur 1 Stunde gesprochen und danach den Tisch verlassen.

Der Streit geht weiter und für die Bürokratie und Inkompetenz müssen wie immer die Schwächsten bezahlen, in diesem Fall die Patienten.

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