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Balcerowicz will zurückkommen?
von Izabella Ewa Cech 7. Februar 2011
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Der ehemalige Politiker Leszek Balcerowicz, der von den einen gehasst und von den anderen bewunder wird, will laut der polnischen Medien zurück zur in die Politik. Alle, die die politische Ansichten von Balcerowicz kennen und sich an seine Zeiten als Finanzminister erinnern, wissen wie viele Betriebe er damals vernichtet hat. Als Präsident der polnischen Zentralbank NBP – Polnische Nationalbank hatte er ganz gute Dienste getan und den Zloty stark gehalten. Nach dem die regierende Partei PO (früher Unia Wolnosci, aus der auch Balcerowicz kommt) die Wahlen gewonnen hat, hatte er sich zum Glück vieler Bürger aus der Politik zurückgezogen und nicht in die Politik eingemischt. Jetzt will er sich wieder einmischen, wir hoffen das bedeutet nicht Polen werden wieder der aus dem Land fliehen und viele Betriebe werden wieder Pleite gehen. Sein Plan bevorzugt wie immer die Nichtstun-Menschen, die statt zu arbeiten sich mehr an der Kinderzeugung beteiligen. Für eine normale Familie, die sowohl Arbeit und Kinder unter einem Hut bringen will, sieht der Plan schwarz aus. Balcerowicz ist nicht nur Gegner von den verschiedenen Steuervergünstigungen sondern auch ein Gegner von den zwanghaften Pflichtbeiträgen an die ZUS, der Versicherungsanstalt. Ganz laut äußert sich der Wissenschaftler zu den geplanten Reformen und Einschränkung der Beitragsüberwiesung an den Offenen Rentenfond OFE. Schon im Voraus warnt er Bürger vor der Pleite der Regierung und zukünftigen Renten, die es nicht geben wird. Balcerowicz ist ein sehr guter Kostenreduzierer, als Präsident der NBP hat er wirklich gut den polnischen Zloty in den richtigen Rahmen gebracht. Als Kämpfer gegen die Inflation ist er perfekt. Nur er konnte Anfang der 90er Jahre die steigende Inflation bekämpfen und die polnischen Finanzen auf einen richtigen stabilen Weg bringen (1990-1993). Als Finanzminister wurde er gehasst, da seine Entscheidungen mehr Schaden als Vorteile gebracht hatten. Seine neuen Pläne sehen schwarz, aus steuerlicher Sicht, aus. Schon Mitte Januar wurde der neue Plan von Balcerowicz angekündigt und die Medien sammeln immer mehr seiner neuen Ideen. Wie haben einige Alternativen, die von Balcerowicz angekündigt waren zusammengefasst. Was wird uns erwarten, wenn Leszek Balcerowicz zurückkommt? Vielleicht kann aus diesen Ideen die Nachbarwirtschaft profitieren Lehrer müssen entlassen werden Den polnischen Lehrer sollte es einigermaßen gut gehen. Das wöchentliche Pensum beträgt 18 Stunden, die ein Lehrer unterrichten sollte. Nach den effektiven Uhrstunden gerechnet, arbeiten die polnischen Lehrer durchschnittlich 13,5 Stunden (laut dem Glos Nauczycielski vom 26.01.2011). In Finnland müssen die Lehrer zwischen 14,5 bis 17,8 Stunden in der Woche unterrichten. So will der Professor Balcerowicz 90 000 polnische Lehrer auf die Straße setzen und das Pensum an die finnischen anpassen. Wenn in Deutschland Lehrer fehlen, dann können die deutschen Schulen Chemielehrer, Mathelehrer oder Physiklehrer beantragen und langsam warten. In Polen lernen ca. 1 Mio. Menschen Deutsch, so dass sie nach ein paar Deutschkursen den Schüler den Lernstoff beibringen könnten. Zusätzlich sollten solche Personen, wie Bibliothekare oder Pädagogen, die eigentlich keine didaktische Arbeiten in den Schulen tätigen, noch mehr Stunden arbeiten, statt dem 18stündigen Pensum a 45 Minuten. Dieser Schritt würde den Staat rund 400 Mio. PLN (100 Mio.€) im Jahr 2011 ersparen, im Jahr 2012 schon 1,5 Mrd. PLN (ca. 385 Mio. €), im Jahr 2013 3,1 Mrd. PLN (ca. 795 Mio.€) und im Jahr 2015 - 5,2 Mrd. PLN (1,3 Mrd.€). Aber das ist noch nicht alles Die Steuervergünstigungen weg Die bisherigen Steuervergünstigungen, die jeder polnischen Familie zustehen, sollen eingeschränkt werden. Laut Balcerowicz sollen solche Vergünstigungen nur diese Familien bekommen, die mehr als drei Kinder haben. Heute kann jeder pro Kind von der Steuer den Betrag von 1112,04 PLN absetzen. Laut der Berechnungen des Finanzministerium, die Einführung dieser Steuervergünstigung wurde noch von PiS vorgenommen, wurden die Steuerausfälle in der Höhe von über 5 Mrd. PLN (1,3 Mrd.€) ermittelt. Von dieser Steuervergünstigung konnten meistens die gutverdiendenden profitieren, da nicht alle so einen hohen Betrag erreichen. Besitzt eine Familie 3 Kinder und verdient das Mindestgehalt so kann sie die volle Steuervergünstigung nicht ausschöpfen. Hier setzt der Professor mehr auf die Nicht-Nutzung der Steuervergünstigung, was dem Staat ca. 5 Mrd. PLN einsparen könnte. Schluss mit der Internetvergünstigung Auch die Steuervergünstigungen fürs Internet in der Höhe von 760 PLN jährlich sollten eingeschränkt werden. Hier meint Balcerowicz, diese Steuervergünstigung sollte den Menschen weg genommen werden, da das Internet billiger werden soll. Der Durchschnittspreis pro Internet beträgt in Polen 100 PLN (der Mindestgehalt 1 386 PLN brutto), so dass sich nicht alle diesen Internetanschluss leisten können. Polen lieber mehr das Mobilinternet, oft ist der Preis zu hoch für einige Familien. Diese Steuervergünstigung hat den Menschen erlaubt Internet zu installieren und mehr zu verbreiten. Diese Steuervergünstigung findet der Professor als überflüssig. Mehr Privatisierungen Balcerowicz war immer ein Liebhaber vom Verkauf des staatlichen Vermögens, das als Privatisierung oder durch anderen als der größte Betrug am Volk bezeichnet wurde. Alleine die Privatisierung von Orbis hat gezeigt, dass das Unternehmen, das die Firma gekauft hat mehr daraus verdient hat, als die Regierung. Auf dem Plan von Balcerowicz stehen solche Staatsschätze wie KGHM, oder Orlen. Nach seiner Idee, die er schon seit den frühen 90er Jahren vertritt, sollte alles privatisiert werden. Schade, dass das Finanzamt nicht zur Privatisierung steht, da könnte man am meisten verdienen. Laut dem Professor sollte die Privatisierung zusätzliche 30 Mrd. PLN bringen. Schade, dass der Professor noch nicht von den Franzosen gelernt hat. Sie wissen wie man alles in guten Händen sammelt und gleichzeitig gut verdienen kann. Schluss mit der Unterstützung von Müttern Das sog. Begrüßungsgeld für eine Kindesgeburt, in der Höhe von 1 000 PLN (was eigentlich gerade mal für einen Kinderwagen und ein paar Windel reicht), sollte abgeschafft werden. Diese 1 000 PLN haben viele Frauen dazu bewegt ihre Kinder zur Welt zu bringen, da alle auf eine zusätzliche Unterstützung gehofft haben. Bei den rarer werdenden Geburten, die in Polen vorkommen will Balcerowicz ca. 2 Mio. PLN einsparen. Statt zu helfen lieber vernichten. Beerdigungszuschuss runter Der Beerdigungszuschuss sollte laut Balcerowicz noch niedriger fallen, als jetzt beschlossen. Bis März beträgt der Beerdigungszuschuss ca. 6 100 PLN (eine durchschnittliche Beerdigung kostet in Lodz ca. 7 000 PLN). Ab April soll der Beerdigungszuschuss auf 4 000 PLN reduziert werden. Für den Professor ist er immer noch zu hoch und dieser Zuschuss soll noch niedriger ausfallen, am besten nicht mehr als 1 100 PLN. Den Rest sollten die Betroffenen alleine tragen. Schade, dass man den Termin für die Beerdigung nicht alleine wählen kann. Da werden bestimmt die Versicherungsgesellschaften ganz gut Geld verdienen können, um durch eine zusätzliche Bestattungsversicherung die potentiellen Kunden zu versichern. Wie es so scheint, der ehemaliger Politiker will wieder in die Politik zurück. Von Anfang an hat Balcerowicz den Finanzminister kritisiert und jetzt mit seinem Plan will er der Bevölkerung zeigen, wie unfähig die Regierung ist. Bei der Wahl PO oder Balcerowicz werden bestimmt die Wähler eine dritte Option wählen. Unsere Texte sind urheberrechtlich geschützt. 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