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Der Steuergedenktag fiel in Polen am 24. Juni an

von Renata Kamińska 4. Juli 2011
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Der Steuergedenktag fiel in Polen am 24. Juni an
Seit dem 24. Juni arbeiten polnische Steuerzahler für sich und nicht mehr für den Staat. Der Steuergedenktag fiel in Polen auf den 24. Juni. Im Jahr 2010 war es am 23. Juni und im Jahr 2009 am 14. Juni. Immer länger müssen Polen für ihr eigenes Geld arbeiten.

Laut Schätzungen vom Adam Smith Institut wird der öffentliche Bereich bei 48% des BIP im Bereich der öffentlichen Ausgaben liegen. Nach den Berechnungen werden die Bürger jährlich um 100 Mrd. PLN mehr versteuert. Das ist mit dem wachsenden Schulden der Regierung verbunden. Der größte Teil der Verschuldung wird für die Deckung des Haushaltslochs verteilt. Jährlich kostet das Abwickeln der Verschuldung ca. 38 Mrd. PLN. Also jeder Pole muss jährlich ca. 11 Tage arbeiten, um spätere Schulden von ihren Kindern abzahlen zu müssen.

Auf der Pressekonferenz des Adam Smith Instituts hat der Geschäftsführer des Instituts Andrzej Sadowski erklärt, dass seit einigen Jahren Polen mehr als 170 Tage im Jahr für den Staat arbeiten müssen. Fast 90% der Einnahmen der Regierung kommen aus Steuern und Abgaben. Nur 11% der Einnahmen stammen aus anderen Quellen wie z.B. Gewinnausschüttungen von KGHM oder NBP. Polen liegt nach den Schätzungen der Weltbank auf dem 121. Platz von 185. Im Bereich des Steuersystems in den letzten Jahren haben 60% der Staaten ihr System reformiert. Polen nicht. Sollte so weiter gehen, erklärte der Geschäftsführer des Instituts Sadowski, nähert sich Polen Griechenland an.

Jedoch eins hat der Geschäftsführer vergessen, in Griechenland wollen die Einwohner überhaupt keine Steuern zahlen. In Polen wurde zwar der Einkommensteuersatz gesenkt, aber der Mehrwertsteuersatz wurde erhöht. Reformen bringen sowieso nicht sofort Hilfe, das bedeutet ein krankes System wird nicht von Heute auf Morgen geheilt. Man braucht Zeit bei der Heilung und die Prozesse der Heilung dauern noch an. Wie bei einer Krankheit, braucht man Ruhe und Zeit. Weder Ruhe noch Zeit hat die Regierung, aber die Entscheidungen über die Steuer wird nach eigenem Interesse fallen werden.

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