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von Renata kaminska

Ausländische Person in Polen

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Die Änderungen zum Gewerberecht, die am 20. September in Kraft getreten sind, haben auch einen neuen Begriff einer ausländischer Person eingeführt Der neue Art. 5 Abs. 1 Punkt 2 des Gewerbegesetzes ändert den Begriff einer ausländische natürlicher Person. Noch vor der Änderungen bis zu 20. September galt als eine ausländische natürliche Person jeder, der zwei Bedingungen  erfüllen musste

          - Keinen Sitz in Polen hat

2.      -  Keine polnische Nationalität besaß

Nach der Gesetzänderung gilt eine natürliche Person als ausländische Person, wenn sie keine polnische Staatsbürgerschaft besitzt. Diese Begriffsänderung hat auch spätere Folgen bei Verpflichtungen gegenüber des Finanzamtes.

Das Problem liegt zB. bei der Buchhaltung. Viele ausländische natürliche Personen sind in Polen tätig. Ob dies freie Berufe, wie Architekten, Ingenieure, Rechtsanwälte oder andere im Gewerbebereich liegende Berufe sind. Nach früherer Regelung konnten ausländische Personen zu Inländische erklärt werden. Es reichte, wenn diese Person in Polen angemeldet war. Jetzt können damit einige Probleme entstehen:

  1. Das polnische Rechnungswesensgesetz stellt fest, dass alle ausländische Personen in Polen die Bilanzbuchhaltung führen müssen. Sie können also von Vereinfachungsformen solchen wie Steuerkarte, oder Pauschallbesteuerung oder eine vereinfachter Buchhaltung   (so wie in Deutschland EÜR) nicht profitieren.
  2. Ausländische Personen sind verpflichtet die Bilanzbuchhaltung zu führen, falls sie sich in Polen anmelden, können sie wie Inländische Unternehmen die gleichen Formen  der Besteuerung nutzen, aber die Buchhaltung bleibt bilanziert. Das bedeutet, dass viele Firmen von der vereinfachter Buchhaltung ausgeschlossen würden, obwohl dies nach EU-Vorschriften nicht passieren dürfte.
  3. Wie kann eine natürliche Personen auf einmal als eine Inländische Person behandelt werden, wenn das polnische Innenministerium die Anmeldepflicht aufheben will?  Nur Anhand der polizeilichen Anmeldung konnte man feststellen, ob nicht Polen als Polen behandelt werden sollten.

Jede natürliche Person, die in Polen tätig ist und von vereinfachten Buchhaltungsmöglichkeiten profitiert,  könnte mal irgendwann zur Kasse gebeten werden, wenn sie keine bilanzierte Buchhaltung nach dem 20. September 2008 führt. Die Bedingungen sollten für alle gleich sein, die Gesetze  sehen zur Zeit andere Regeln vor.

29 Septmeber 2008

Haben Sie Fragen schreiben Sie uns an: kancelaria@gruppa-abakus.pl

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Ausgabe Nr.2 (114) vom 9. Januar 2012
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