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Die großen wollen nach Polen

von Izabella Ewa Cech 4. Mai 2010
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Die großen wollen nach Polen

Das Wirtschaftswachstum Polens, die gute Zahlen an der Warschauer Börse und ein stabiles Banksystem sind für alle Firmen lockend, eine schnelle Investitionsmöglichkeiten zu suchen. Die Absicht in Polen ihre Niederlassungen zu gründen haben Goldman Sachs und Morgan Stanley bekannt gegeben.

Schon vor einem Monat hat die Bank Goldman Sachs bei der britischen Bankaufsichtsbehörde den Antrag auf die Eröffnung der Niederlassung in Polen gestellt. Jetzt will auch die Bank Morgan Stanley in Polen nachziehen.

Die Eröffnung einer Niederlassung in Polen ermöglicht den Banken ihr Angebot zu vergrößern und den Kunden polnische Wertpapier und Aktien anzubieten.

Der Markt reagiert ganz schnell auf jede Anspannung in der Bankenwelt. Nach dem die Bank Goldman Sachs von der amerikanischen Aufsichtsbehörden angezeigt wurde, sind auf der Warschauer Börse Aktien der mit der Bank verbundenen Firmen wertmäßig runter gefallen.

Andere Banken und Finanzhäuser überlegen in Polen eine Niederlassung zu eröffnen. Morgan Stanley kündigte an, Mitglied der Warschauer Börse werden zu wollen. Von dort aus kann der Finanzriese seinen Kunden die Aktien und Obligationen aus allen Warschauer Indexen anbieten.

Die Warschauer Börse nimmt an Bedeutung in Mitteleuropa zu und hat schon bessere Ergebnisse als die Wiener Börse erzielt. In diesem Jahr sind schon 4 Debüts auf der Börse vorgenommen worden, die Fünfte, PZU, läuft noch. Insgesamt sind zur Zeit 380 Firmen auf der Börse notiert, bis Ende des Jahres erwartet die Börse weitere Einstiege von Minimum 20 neuer Unternehmen, so dass 2010 mindestens 400 Gesellschaften auf dem Warschauer Parkett geführt werden.

Neben dem Debüt von PZU erwartet wird auch das Debüt von Kulczyk Oil Ventures in der nächsten Zeit. Weitere Firmen sollen auf der Warschauer Börse privatisiert werden.
Neben dem WIG-Index wird auch Catalyst-Index und Respect-Index geführt. Die Kapitalisierung für die ersten 4 Monate dieses Jahres beträgt 449.712 Mio. PLN, davon die Aktienumsätze betrugen 103.315 Mio. PLN. Obligationenumsätze für 4 Monate liegen bei 556 Mio. PLN.

Alleine im WIG-Index wurden immer mehr neue gegründet. Von WIG20 bis WIG80 und Brancheindexe führt die Warschauer Börse. Es ist kein Wunder, dass auch die großen Spieler was von der kleinen Torte mitnehmen wollen. So lange die Börse ihren eigenen Rhythmus zeigt, ist sie von den großen Spielern unabhängig.

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