![]() |
|
| Home Aktuelles Wirtschaft Steuer Recht Kontakt Abonnement Impressum |
Wenn Einer eine Reise tut…
von Björn Hensel 16. August 2010
Achtung: Dieser Artikel wurde von mehr als 6 Monaten veröffentlicht.
Wenn Einer eine Reise tut, dann kann er was erleben. Das gilt auch in Polen. Auf einer Reise nach Kraków zeigte sich, welche Fahrweise die Autofahrer aus den verschiedenen Städten auf dem Weg, an den Tag legten. Ich bin schon öfter bis nach Wroclaw mit dem Auto gefahren, aber nicht darüber hinaus. Das sollte sich jetzt ändern. Die polnischen Autofahrer haben ja schon seit geraumer Zeit das Bedürfnis ein kleiner Kubica (anm. d. Red. Kubica ist der aktuelle Formel 1 Fahrer aus Polen) zu sein. Was sich hinter Wroclaw auf der A 4 Richtung Kraków tut, geht darüber hinaus. Je größer die Städte, um so aggressiver fahren die Fahrzeuglenker. Der Kampf um die gewonnen Minuten, oftmals sogar nur Sekunden, ist bei den Großstädten mörderisch. Der schlimmste Abschnitt ist der Weg von Wroclaw nach Opole. Keiner der Verkehrsteilnehmer schenkt sich etwas, egal ob er einen LKW oder den kleinsten vorstellbaren PKW, der eher an eine überdachte Zündkerze erinnert, fährt. Ein wenig Entspannung brachte die Teilstrecke Opole – Kattowice mit sich, um wieder eine Steigerung des aggressiven Fahrverhaltens in Kattowice zu erleben. Geschwindigkeitsbegrenzungen scheinen etwas für Übervorsichtige zu sein. Nach Kattowice wieder ein entspanntes fahren. Dann Kraków, die Stadt scheint eine Baustelle zu sein. Aufgerissene Straßen und Wälder von Kränen die sich in der Sonne drehen. Gebaut wird überall und mittendrin die ungeduldigen Autofahrer, aber erstaunlich weniger als auf den Autobahnen nach Kraków. Das liegt eventuell an der Gelassenheit der Einwohner. Einer Stadt wo Feilschen kein Fremdwort ist und zum guten Ton zählt. Geschichte lässt grüßen. Fazit: Die Mentalität der Menschen einer Stadt bildet sich im Fahrverhalten der Autofahrer ab. Möchtegern-Formel 1 Fahrer wird man überall finden, aber einige Fahrer sind unverbesserlich und eine Gefahr für die Sicherheit im Straßenverkehr. Es sollte eine bessere Aufklärung mit Pflichtnachschulungen im Straßenverkehr geben und mehr Geld in die Sicherheit von Straßen investiert werden, dann könnten mehr Menschen überleben. Unsere Texte sind urheberrechtlich geschützt. Möchte Sie den Artikel auf Ihrer Internetseite oder anderen Träger veröffentlichen, erwerben Sie bitte eine Veröffentlichungslizenz. In diesem Thema:
|
![]() |
Polen News Anmeldung TAGs
|
|||||||||||||
![]() |
||
| © Copyright Gruppe Abakus 2008 - 2012 | ||