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Wenn Einer helfen will, dann kann er was erleben

von Björn Hensel 11. Oktober 2010
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Hochwasser, die große Gefahr Vieles oder sogar Alles zu verlieren, was man sich in einem arbeitsreichen Leben angeschafft hat. Bogatynia ist eines der schlimmsten Beispiele der letzten Zeit. Schnell kamen Helfende Hände, um den schwer und schwerst Hochwassergeschädigten zu helfen. Neben Polen war und ist Sachsen das Gebiet, dass den armen Menschen hilft. Hilfe zu organisieren ist aber gar nicht so einfach, musste auch ein engagierter Mann, Peter D., aus der Grenzregion bei Zittau feststellen. Nach dem verheerenden Hochwasser im August machte er sich auf eine Odyssee durch die Bürokratie Polens und die Unfähigkeit von Institutionen hilfreiche Informationen zu geben.

Das Städtchen Bogatynia bietet Kleinode der Baukunst Sachsens aus dem 18. Und 19. Jahrhundert, die durch monatelanger Verzögerung von Unterstützungsleistungen dem Verfall preisgegeben werden, besonders in Hinsicht des bevorstehenden Frostes, bei dem mit Mörtel nicht mehr gearbeitet werden kann. Teilweise oder gänzliche Fehlinformationen für das Procedere deutsche Bauunternehmen in Polen für Mehrwertsteuerzwecke anzumelden, strapazieren die Nerven der helfenden Personen. Bauleute, wie Zimmermänner und Maurer, waren schnell gefunden, um die Bausubstanz der Häuser zu sichern. Geld kam von unterschiedlichen Quellen. Sogar ALG II Hilfe Empfänger und blinde Personen gaben was sie finanziell entbehren konnten.

Die Odyssee begann mit der Information die Unternehmen müssen in Warschau angemeldet werden. Die erste Information lautete beim Finanzamt II muss angemeldet werden (was die richtige Information war), dann die Revidierung nein man muss zum Finanzamt III gehen. Nach unzähligem Einzug von Erkundigungen sollten die Unternehmen in Zgorzelec beim dortigen Finanzamt angemeldet werden. Nach der Ausfüllung von 13 Vordrucken und Übersetzung der selbigen, wollte man zur Tat schreiten, wieder falsch. Nachdem jetzt 2 Monate seit dem Hochwasser vergangen sind, steht der gute Mann an der gleichen Stelle, wie kurz nach dem Hochwasser. Durch Zufall kam ihm ein Artikel von Frau Dr. Izabella Cech in die Finger, der ihn veranlasste mit ihr Kontakt aufzunehmen. Jetzt wird das Projekt „Rettung von Häusern in Bogatynia“ zu einem guten Ende führen.

Fazit: Hier zeigt es sich wieder, dass die besten Informationen rund um Anmeldung, Betreuung und Machbarkeitsstudien für deutsche Unternehmen beim Abenteuer Polen, nur durch fachkundiges Personal durchgeführt werden kann. Das zeigt aber auch wieder, welche Schwächen Industrie- und Handelskammern, Handwerks Kammern, große Unternehmensberatungsfirmen und Stammtischweisheiten bringen.

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Polen News
Ausgabe Nr.2 (114) vom 9. Januar 2012
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