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ENEA ist nicht für Kulczyk , die Franzosen bereiten sich auf eine Übernahme vor

von Ewa kamińska 20. Dezember 2010
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ENEA ist nicht für Kulczyk , die Franzosen bereiten sich auf eine Übernahme vor

Vor einer Woche haben wir über die Möglichkeit der Übernahme des Energiekonzerns ENEA durch die Kulczyk Holding berichtet. Leider war diese Information voreilig und es stellte sich heraus, dass das Schatzministerium ganz andere Pläne hat.

Wie das Schatzministerium in der Erklärung vom 15. Dezember bekannt gegeben hat, sind die Verhandlungsaufnahmen über den Kauf von 51% der ENEA-Aktien dem französische Energiekonzern Electricité de France S.A. zugefallen.

Diese Entscheidung zeigt, dass der reicheste Mann Polens, Jan Kulczyk, offensichtlich aus den Verhandlungen ausgeschieden ist. Merkwürdig ist die Politik der polnischen Regierung. In einem anderen Land würden zuerst die heimischen Unternehmen an den Verhandlungstisch gebeten werden und wie die französische Wirtschaftspolitik zeigt, alles bleibt in den Händen der französischen Regierung. In Polen scheint eine andere Politik zu herrschen.

Der nächste ENEA Investor soll an Verträge gebunden werden. Laut dem Internetportal wnp.pl soll im Privatisierungsvertrag eine Klausel eingefügt werden, laut der ein Investor die Firma ENEA in den nächsten 10 Jahren nicht veräußern darf. Diese sog. lock up Klauseln könnte die Investoren abschrecken, da sie nur Geld machen wollen und nicht eine unbedingt auf eine feste Dauer der Wirtschaftstätigkeit gebunden werden wollen. Nach Informationen der Zeitung Dziennik Gazeta Prawna wollen die Franzosen dem 10jährigen Verkaufsverbot zustimmen.

Der neue Verhandlungspartner EdF besitzt schon ihn Polen ein Energiewerk in Rybnik und hat dem Ministerium das schwächste Angebot vorgelegt. Die Franzosen können problemlos das Kapital sammeln und volle 100% der Aktien des Energiekonzerns übernehmen.

Jan Kulczyk hat es schwer nach seiner Rückkehr aus der Verbannung . Der Versuch einer Übernahme des Energiekonzerns in Polen ist zum zweiten Mal gescheitert. Zuerst hat das Schatzministerium verhindert den Energiekonzern Energia zu übernehmen und jetzt ist ihm auch ENEA entgangen. Kulczyk bleibt aber bei seinem Vorhaben und will zwei Energiekraftwerke bauen. Eins in Weißrussland und das zweite in Pommern.

Das Schatzministerium will unbedingt einen Erfolg feiern, auch wenn sie die Zahlen aus der Privatisierung verdreht. Laut dem Internetportal des Schatzministeriums liegen die Einnahmen aus der Privatisierung bei 26,4 Mrd. PLN. Der Betrag stimmt nicht ganz genau, da in diesem Betrag die Einnahmen aus der noch nicht verkauften Geschäft von Energia enthalten sind. Um vollständig diese Transkation abzuschließen muss noch das Antimonopolamt UOKiK die Genehmigung ausstellen. Diese liegt noch nicht vor.

Schon Czeslaw Niemen sang in den 70er Jahren „Merkwürdig ist diese Welt“ und es scheint noch heute zu stimmen.

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