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Die Krise zu überwintern ein altes Rezept

von I.E.C 12. Februar 2009
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Die Krise zu überwintern ein altes Rezept

Nach den Angaben des Ministeriums für Arbeit und Sozialpolitik, ist die Arbeitslosenzahl in Polen um 1% im Vergleich zu Dezember gestiegen. Nach den Schätzungen des Arbeitsministeriums betrug die Arbeitslosenrate 10,5%. Die Gesamtzahl der Arbeitslosen lag Ende Januar auf dem Niveau 1473,8 tausend Personen. Laut Wirtschaftsexperten wird die Tendenz steigen und noch mehr Personen werden sich beim Arbeitsamt melden. Auch einer der größten Banken Polens Kredyt Bank hat angekündigt über 300 Personen zu entlassen. Ebenso die BRE Bank, eine Tochterbank der Commerzbank, rechnet mit Entlassungen, jedoch gab sie noch keine direkte Zahlen an. Alleine in der Finanzbranche rechnen die Analytiker mit ca. 10 tausend Entlassungen.

 

Schon jetzt beschäftigen sich die Analytiker mit den Krisenwirkungen auf den Arbeitsmarkt in Polen und stellen schwarze Ausblicke in der Zukunft für die Wirtschaft. Noch im Dezember wurde geschätzt, dass ca. 300 tausend Polen ihre Arbeitsplätze verlieren könnten.  Im Februar standen schon die Schätzungen bei 500 tausend Menschen. Ob wirklich alle Leute die Arbeit wegen der Krise verlieren werden, ist immer noch fraglich. Krise ist immer eine gute Ordnungszeit. Firmen haben die Möglichkeit unrentable Vorhaben zu schließen und sich auf den Gewinn zu konzentrieren. Aber auch Polen kennen das alte Rezept auf Krise.

 

Um die Krise zu überwinden wollen sich einige Polen bei Behörden beschäftigen lassen. Schon jetzt ist der Drang nach einem sicheren Arbeitsplatz mit geregelten Arbeitszeiten und viel Zeit für die Familie und Hobbys groß. Im Finanzministerium bewerben sich auf 127 Stellen als Vorsteher eines Finanzamtes insgesamt 608 Personen. Die Arbeit in der Staatsverwaltung ist zwar nicht so gut bezahlt, wie in der freien Wirtschaft, jedoch stabil und sicher. So lange die Krise noch Polen droht, sichern sich die Leute feste Arbeitsplätze.  

 

Auch in der territorialen Verwaltung wollen die Leute mit einem sicheren Arbeitsplatz die Krise überwintern. Bei den lokalen Verwaltungen freuen sich die zukünftigen Arbeitgeber, einen guten und kompetenten Mitarbeiter finden zu können. Doch wenn die Krise vorbei ist, sind diese Mitarbeiter auch weg.

 

Dieses Rezept ist nicht von Polen erfunden worden, aber scheint praktisch zu sein. Man muss doch nicht lange suchen, um zu sehen, wer von der freien Wirtschaft zu den Behörden wechseln wird.

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Ausgabe Nr.2 (114) vom 9. Januar 2012
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