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Das Jahr 2010 stand unter der Flut

von Izabella Ewa Cech 27. Dezember 2010
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Das Jahr 2010 stand unter der Flut

Wie ein Kreislauf kommt immer wieder das Problem der Flut. Angefangen hat es schon im Mai, danach über den Sommer hinaus und durch den Herbst.

Obwohl der Winter mit dem Wetter spielt, und manchmal ist sehr kalt, dann warm, dann kommen Schnee und Eisregen, haben sich die Bewohner nicht auf das Winter vorbereitet und vorbereiten können. Noch vor ein paar Tagen, in denen auch in Deutschland ein totales Winterchaos herrschte, standen auf der Landstraße 11 zwischen Kolobrzeg (Kolberg) und Koszalin ein 40 km langer Stau über 12 Stunden im Schnee.

Eingesperrt in großen Schneemaßen warteten die Menschen auf Hilfe. Nach dem die Schneepflüge den Weg einigermaßen geräumt haben, wurden die Menschen in den Schulen auf dem Lande untergebracht. Durch die Kälte wurden in Westpommern die Schulen für einige Tage geschlossen. Jetzt, obwohl Weihnachten den Menschen die Freude bereiten sollte, mussten wieder die Menschen um ihr Leben, Hab und Gut fürchten.

Durch wechselndes Wetter mal warm mal kurz sind die Flusspegel gestiegen und den Menschen droht in Westpommern erneut die Flut. Die Eisbrecher versuchen in jeder Ecke zu gelangen, aber nicht immer gelingt es ihnen. Viele Orte und Flussufer sind weder für Eisbrecher noch für Winterkräfte zu erreichen. Die Lage ist dramatisch. Bei jedem Wetterwechsel steigt die Flutgefahr nicht nur in Westpommern, sondern auch in anderen Flüssen Polens. Weichsel, Oder, Sleza gehören zu diesen Flüssen, die erneut die Menschen bedrohen werden.

Zwar hat die Regierung das Gesetzpaket rund um Fluthilfe und Erleichterungen für Unternehmen beschlossen, das kann jedoch nicht allen helfen.

Viele Orte der vorigen Flutzeiten und die Menschen, die dort wohnen müssen sich dem Winter entgegenstellen. Nach dem die Flutkatastrophe in Bogatynia passierte, haben sich alle Bewohner des Ortes Wilkow gesammelt, dieses Ortes der am schlimmsten unter der Flut 2010 gelitten hat und jeder hat 100 PLN für Bogatynia gespendet.

Diese Menschlichkeit ist den Menschen auch in den schwierigsten Zeiten geblieben. Jerzy Owsiak, der jedes Jahr im Januar das WOSP-Orchester veranstaltet, hat im Juli eine Spendenaktion für die Flutopfer gestartet. Seine Spenden sollten helfen ausrechende Ausrüstung zu besorgen, die im Kampf gegen Flut eingesetzt wird. Im November wurden die ersten Maschinen den Rettungskräften übergeben.

Der Kampf Görlitz gegen Zgorzelec, um die Flutkatastrophe, scheint beendet zu sein. Während der sächsisch-niederschlesischen Gesprächen wurden gemeinsame Wege beschlossen, die ein Frühwarnungssystem bei Flutgefahr erarbeitet sollen. Dieses Flutfrühwarnsystem sollte schon gelten, die nächste Zeit wird zeigt, ob es tatsächlich funktioniert.

Oder ist schon seit einigen Monaten aus ihren Flussbett ausgestiegen. Am besten sieht man dies in Krosno Odrzanskie oder in Frankfurt/Oder, wenn man die Brücke passiert.
Die besten Gesetze und die teuerste Ausstattung kann nicht helfen, wenn der Mensch das Wasser und Flüsse nicht wahr nimmt.

Seit über 20 Jahren wurde an der Oder nicht viel getan, um solche Katastrophen zu verhindern. Die erste Katastrophe im Jahr 1997, danach 2002 und jetzt 2010 könnten was bewegen. Mal sehen für wie lange und wie effektiv. Die Flut droht immer noch und die Menschen müssen sich damit abfinden, dass gleich nach dem Tauen, das Wasser an die Häuser kommt.
Das Flutjahr geht vorbei, aber die nächste Flut steht schon vor der Tür.

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