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Probleme Monnari
von Izabella Ewa Cech, Ewa Kaminska 9. Mai 2009
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Wieder hat eine auf dem deutschen Markt tätige polnische Firma Probleme. Diesmal hat das Exklusiv- Modelabel Monnari Probleme bekommen. Am 8. Mai 2009 hat der Ausschuss für Finanzaufsicht der Warschauer Börse mitgeteilt, dass Monnari einen Insolvenzantrag gestellt hat. Die Geschichte der anfänglichen Erfolgstory begann 1998. Noch als eine GbR, unter gleichem Namen, hat die Firma elegante Bekleidung für den polnischen Markt hergestellt. Angesiedelt in Lodz, der Textilhauptstadt Polens, konnte sie schnell expandieren. Falls jemand in Polen Textilien kaufen wollte, fuhr er nach Lodz um dort ohne Probleme alles kaufen zu können. Die Marke Monnari ist bekannt. Die elegante Mode war besonders für Frauen ab 30 Jahre bestimmt. Im Jahre 2000 wurde die Gesellschaft in die Monnari Trade SA umgewandelt. In den letzten 9 Jahren entwickelte sie sich zu einer der bedeutenden polnischen Mode- Marken und bekam viele Auszeichnungen: z. B. Businessgazelle von Puls Biznesu, oder von der Modezeitschrift Twój Styl wurde sie in der Kategorie Abendgarderobe ausgezeichnet. Noch im Februar 2009 hat die polnische Ausgabe des Forbesmagazins der Marke den ersten Preis in der Woiwodschaft Lódzkie, als Diamant der polnischen Industrie vergeben. In der allgemeinen Bewertung bekam das Unternehmen den 20. Platz in der Kategorie Mittelständiges Unternehmen. 99 % der Unternehmen in Polen sind Kleinunternehmen , 0,8 % gehören zu den Mittelunternehmen und nur 0,2 % sind Großunternehmen nach dem EU-Begriff. Die meisten von diesen Kleinunternehmen sind als Mikrounternehmen tätig, so dass das Unternehmertum in Polen nur wenigen ausgeprägt ist. Auch Monnari entwickelte sich von einem kleinen Unternehmen in eine sehr ernsthafte Firma, mit eigenen Salons, sowohl in Polen als auch im Ausland. Deutschland und Russland waren die Hauptziele des Unternehmens. In Polen hat die Gruppe Monnari Trade SA 224 Modesalons, davon 168 unter der Namen Monnari und 56 der Marke PABI. Im Jahr 2008 erzielte die Gesellschaft einen Umsatz auf dem Niveau von 234,2 Mio. PLN (im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 64%). Im Vergleich der einzelnen Salons wuchs der Umsatz um 18,8%. Wegen der Finanzkrise und schlechten Wirtschaftsprognosen hat die Gesellschaft eine Rücklagen auf nicht getätigte Investitionen des Jahres 2008 gebildet. So beendete die Gruppe das Jahr 2008 mit einem Verlust von 29,9 Mio. PLN. Wegen der schlechten Konjunktur sind die Banken nicht hilfsbereit um Kredite zu gewähren. Aus diesem Grunde sucht die Gesellschaft eine andere Fremdfinanzierung und die größte Aufgabe des Vorstandes liegt jetzt darin, die Finanzlage der Firma zu stabilisieren. Die Raiffeisenbank hat die früher gewährte Kredite gekündigt, so dass die Bank zur Zahlungsunfähigkeit beigetragen hat. In Deutschland hat die Monnari Trade SA eine Gesellschaft Mattoni AG gegründet, die 100% Tochtergesellschaft der Monnari Trade SA ist. Neben Gino Rossi und Vabbi ist das schon das dritte Unternehmen, das sich vom deutschem Markt wahrscheinlich zurückziehen muss.
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