von Ewa kamińska 17. August 2009

Das polnische Hauptamt für Statistik GUS hat die monatlichen Daten über die Inflation in Polen bekannt gegeben. Im Vergleich zum Vormonat ist die Inflationsrate um 0,1% gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Inflationsrate auf dem Niveau von 3,6%.
Zur Steigerung führten nach Angaben der GUS insbesondere die höhere Preise für Transport (um 2,1%), Alkohol und Tabakwaren (um 2,7%), die entsprechend den Verbraucherpreisindex um 0,19 Prozentpunkte und 0,16 Prozentpunkte erhöht haben. Dank der Preissenkung für Lebensmittel um 1,4% hat es den Verbraucherpreisindex um 0,14 Prozentpunkte gesenkt.
In dem Zeitraum von Januar bis Juli 2009 sind die Verbraucherpreise um 3,5% gestiegen. Besonders haben sich die Gebühren für Transport (9,3%), Alkoholgetränke und Tabakwaren (7,2%) und Betriebsausgaben bei Wohnungen (Mieten, Wasser usw.) (4,2%) verteuert. Verbilligt haben sich die Preise für Bekleidung und Schuhe (-7,2%)
Juli war der zweite Monat, in dem die Lebensmittelpreise im Vergleich zum Vormonat gesunken sind. (Juli 2009 1,4% im Vergleich zu 1,2% im Juni) Am meisten verminderte sich der Preis für Gemüse ( -18,1%). Auch das Überangebot an Importzucker hat den Preis nach unten (-3%) gedrückt. Mehl (-0,7%) und Butter (-0,9%) sind Dank von Promotionsaktionen ebenfalls gesunken. Weniger haben Polen für Fett, Eier (je -0,4%) und Käse (- 0,3%) bezahlen müssen. Mehr haben die Verbraucher für Obst (+2,7%) ausgegeben.
Im Textilsegment sind wegen des Sommerschlussverkaufs die Preise für Schuhe um 2,3% und für Bekleidung um 1,5% gesunken.
Mehr mussten Polen für ihre Wohnungen ausgeben. Die Betriebskosten haben sich um 0,3% erhöht. Für die Wasserversorgung mussten Polen um 0,6% tiefer in die Tasche greifen. Bei Klärleistungen stiegen die Preise um 0,7% und bei der Energieversorgung durchschnittlich um 0,1%. Die Wärmeenergie und Wärmeprodukte sind um 0,3% gestiegen und werden noch weiter steigen.
Für Kultur und Erholung mussten die Verbraucher 0,6% und im Bereich Tourismus 3,5% mehr bezahlen. Auch die Kraftstoffe für PKW sind um 4,1% gestiegen, flüssiges Gas um 13,8%. Benzin und Dieselpreise wurden um 2,9% teurer.
Weniger haben die Verbraucher für RTV-Geräte (-0,8%) ausgeben müssen, für Bildung in Form von Büchern, musste man schon 1,4% mehr einplanen. Auch die Versicherungsgesellschaften sollten bessere Finanzberichte veröffentlichen. Für Haushaltratsversicherung bezahlte man 4,8% mehr, als im Vormonat.