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Polen verkauft Emissionslizenzen
von Ewa Kamińska 16. November 2009
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Während des offiziellen Staatsbesuch des spanischen Premier Jose Luis Rodriguez Zapatero, hat Polen den Vertrag über Verkauf von Emissionen Typs AAU, für den Betrag von 25 Mio. EUR, abgeschlossen. Der Vertrag wurde zwischen den polnischen Umweltschutzministerium und dem Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, in Abwesenheit des spanischen Umweltschutzministers, unterzeichnet. Das aus dem Verkauf von CO2-Emissionen erzielte Geld wird in die Klimaschutzinvestitionen investiert. Das Geld wird auf einem speziellen Klimakonto in der Bank für Nationalumweltschutz und Wasserwirtschaft(Bank Ochrony Srodowiska i Gospodarki Wodnej) aufbewahrt. Aus diesen Gelder werden die Investitionen finanziert, die im Bereich der Klimaschutz und Umweltschutz betätigt werden. Die Unternehmen bekommen die Möglichkeit aus den Gelder, die in Form von Zuschüssen und Darlehen gewährt werden, in ihren Betrieben entsprechende Infrastruktur und Verbesserung zum Klimaschutz vorbereiten zu können. Die Zusammenarbeit mit Spanien ist der Anfang eines gemeinsamen Vorhabens in Bereich der Ökopolitik. Die Überschüsse der CO2-Emissionen will Polen auf dem Markt verkaufen und auch anderen Ländern zur Verfügung stellen. Die nächsten Gespräche werden mit Irland geführt. Interesse an Erwerb von CO2-Emissionen haben auch Japan und Portugal gezeigt. Polen besitzt Überschüsse der Emissionslizenzen vom Typ AAU und ist das drittgrößte Land, nach Russland und der Ukraine, das die ihm zugewährten ca. 500 Mio. Einheiten in den Jahren 2008-2012, frei nach dem Kijotoprotokoll, veräußern kann. Polen ist es gelungen seit dem Jahr 1988 den CO2-Ausstoß um 30% zu reduzieren, obwohl nach dem Protokoll nur 6% zu erfüllen wären. Alleine in den Jahren 2005-2007 hat Polen den CO2-Ausstoß um weitere 16% reduziert. Im Jahr 2006 hat Polen 210 Mio. Tonnen CO2 ausgestoßen. Auch „The Economist“ hat am 15. März 2008 veröffentlicht, dass der polnische Einnahmeanteil an Ökosteuer und Umweltabgaben, um 1,5 Prozentpunkten gestiegen ist. Zum Vergleich, in Dänemark ist der Anteil um 0,41 Prozentpunkte, in den Niederlanden um 0,73 Prozentpunkte und in Deutschland um 0,93 Prozentpunkte gestiegen. Das Bruttoinlandsprodukt ist seit dem Jahr 1998 um 70% gestiegen. Für die Jahre 2008-2012 hat Polen bei der EU-Kommission 284 Mio. Tonnen Emissionen beantragt. Die EU-Kommission hat aber den Wert auf 208,5 Mio. Tonnen begrenzt, jedoch Polen hat geklagt und vor dem EU-Gericht gewonnen. Die Werte werden jetzt neu festgelegt. Nach dem EU-Gipfel Ende Oktober hat der polnische Premierminister Donald Tusk, mit Freude, bekannt gegeben, Polen wird diese Beiträge nach seinen Möglichkeiten bezahlen und die werden nicht so belastend. Dadurch können in Polen viele umweltfreundliche Investitionen durchgeführt werden. Unsere Texte sind urheberrechtlich geschützt. Möchten Sie den Artikel auf Ihrer Internetseite oder anderen Träger veröffentlichen, erwerben Sie bitte eine Veröffentlichungslizenz. In diesem Thema:
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