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Wirtschaft / Aktuelles

Der polnische BIP ist im III. Quartal um 1,7% gewachsen

von Renata Kamińska 1.Februar 2010
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Der polnische BIP ist im III. Quartal um 1,7% gewachsen

Das polnische Hauptamt für Statistik GUS hat am Donnerstag den 28. Januar 2010 die neusten Wirtschaftsdaten für Polen veröffentlicht. Nach den Untersuchungen von GUS ist das Wirtschaftswachstum in Polen im III. Vierteljahr 2009 um 1,7% gewachsen. Dagegen sind die Investitionen im Jahre 2009 um 0,3% gesunken. Die von GUS angegebenen Daten zeigen, dass auch die Nachfrage in Polen um 0,9% gesunken ist.

Im Vergleich zum Jahr 2008 sehen die Angaben nicht so schlecht aus. Berücksichtigen man auch die Wirtschaftskrise, die im Jahre 2009 ihre Ernte gesammelt hat, so stellt man fest, dass der Unterschied zum BIP im Jahre 2008, das um 5% gestiegen, nicht so groß war wie erwartet, die Krisenwelle erreichte erst Polen im Februar 2009.

Die Verbraucherstimmung und das Vertrauen ist um 0,5 Prozentpunkt gestiegen und für Dezember 2009 lag es auf dem Niveau von -18,4%. Im Vergleich zum Vorjahr lag das Verbrauchervertrauen bei -18,9%.

Die Arbeitsleistung in der Industrie ist im Dezember um 2,4% gestiegen. Bei der um 5,5% geringere Beschäftigtenzahl und dem gestiegenen durchschnittlichen Gehalt um 4,9% bringt die Hoffnung auf weitere Arbeitsleistungssteigerung. Obwohl die Arbeitslosigkeitsrate bei 11,9% liegt, bleibt immer noch Hoffnung auf die Verbesserung. Wie der GUS mitteilte, haben Ende 2009 338 Betriebe die Entlassungen von 35.000 Beschäftigten angekündigt.

Nach den GUS Angaben leben in Polen 38.173.000 Einwohner. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 37.000 Einwohner mehr. Im Bevölkerungsweltranking belegt Polen den 32. Platz und auf der EU-Ebene den 6. Platz. Das Durchschnittsalter für Polen lag im Jahre 2008 bei 37,5 Jahren, also mehr als die Hälfte der Bevölkerung hat dieses Alter schon überschritten. Polen hat die gleiche Probleme wie die übrigen EU-Ländern mit der Überalterung der Bevölkerung. Der Produktivitätsanteil (Zeitspanne 16 – 65 Jahre)an der Bevölkerung liegt bei 64,5% (2008) das weist laut dem Hauptamt für Statistik GUS auf einen geringeren Zuwachs des Anteils von Kindern und Jugendlichen. Mit der Verschiebung der Altersstruktur der Bevölkerung werden auch die Produktionskräfte verschoben. Der Anteil der nicht mobilwilligen Personen d.h. über dem 44. Lebensjahr wächst und in den nächsten Jahren wird die Zahl der Bevölkerung, die in dem Nachproduktionsalter leben, steigen. Zur Zeit beträgt der Anteil dieser Personen 16,5%. Im Vergleich zum Jahr 2000 lag der Nachproduktionsanteil bei 15% und im Jahre 1990 bei 13%. In den Kleinstädten leben mehr ältere Menschen, da die jüngeren auswandern um bessere Jobs zu finden. Jährlich kommen ca. 60.000 neue Rentner hinzu.

Nach GUS Prognosen wird die Bevölkerung im Produktionsalter zurückgehen von 24,6 Mio. Personen im Jahre 2008 auf 20,37 Mio. Personen im Jahre 2035. Der größte Rückgang wird für die Jahre 2015-2020 geschätzt.

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Ausgabe Nr.2 (114) vom 9. Januar 2012
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