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Ist die Lage auf dem polnischen Finanzmarkt stabil ?

von IEC, BH
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Zwar herrschte noch vor zwei Tagen auf der Warschauer Börse ein Aktienschlussverkauf und Amplico Life, die Tochtergesellschaft der amerikanischen AIG-Bank  hat ihre Kunden beruhigt, interessiert es doch alle, wie die Finanzlage auf dem polnischen Markt aussieht.

Wie die Tagezeitung Rzczpospolita berichtet, bezeichnet der Vorsitzender  der KNF  polnischer Finanzaufsichtsbehörde (Komisja Nadzoru Finansowego)  Stanislaw Klusa die Lage als stabil. Sowohl die Versicherungen als auch Banken werden ständig und genau von KNF geprüft. Der Analyse unterliegen Zahlungsfähigkeit und Bank- oder Versicherungsliquidität. Zur Zeit werden keine beunruhigenden Zeichen bemerkt.

Um Sicherheit in der Finanzbranche kümmert sich immer die KNF und jetzt bereitet die Kommission eine Reihe von Standartregeln für die ganze Finanzbranche vor, um die Interessen der Kunden zu schützen.

Die Finanzfachleute finden, dass die amerikanische Bankkrise in Polen keine große Gefahr für den heimischen Markt ist.  Unsere polnische Banken sind nicht so stark oder überhaupt gar nicht in Amerika finanziell mitbeteiligt. Auch polnische Firmen investieren nicht so viel in amerikanische Aktien.

Leider wird die russische Krise in Polen ihre wirtschaftlichen Folgen zeigen. Alle Investitionsfonds auch die Pensionsfond legen ihr Geld auf der Börse an, um sog. besseres und größeres Kapital für die Rentner zur Verfügung zu haben. Solche Offene Pensionsfonds wie Commercial Union oder ING  haben auch ihre Verluste gezählt. Wie die Tagezeitung Gazeta Wyborcza berichtet, haben diese Fonds zusammen über 1 Mrd. PLN verloren. Commertial Union hat in zwei Tagen 629 Mrd. PLN verloren, ING „nur“  527 Mio. PLN und fast 300 Mio. PLN wurden bei PZU Zlota Jesien als Verlust gezählt.

Dadurch sind die Rentner  oder zukünftigen Rentner rund 2 Mrd. PLN ihrer gezahlten Beträgen los. Die Offenen Pensionsfonds, die während der großen Versicherungsreform 1999 entstanden sind, investieren jeden vierten Zloty auf der Börse, die natürlich bei so einer Krise verliert. Aber kein Problem, die Offenen Fonds werden die Verluste bestimmt in irgendeiner Weise ausgleichen. Es reicht, wenn die Gebühren dort steigen und die zukünftigen Rentner zur Kasse gebeten werden, nach dem Motto „Weniger Rente für mehr Gebühr“.

Auf der Warschauer Börse WIG20 sind die Umsätze am Dienstag den 16.09.2008 um 3,6 gesunken, jedoch werden die langsam steigen. Auch nach dem Anstieg am Freitag den 19.09.2008 in der Moskauer Börse kann man hoffen, die Krise ist zu überwinden. Wieder sind polnische Finanzmärkte  stabil, wie der Vorsitzender der Kommission der Finanzaufsichtsbehörde verspricht.

19. September 2009

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Ausgabe Nr.2 (114) vom 9. Januar 2012
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