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Polen nimmt den EUR, wenn es bereit sein wird

von Izabella Ewa Cech 17.Mai 2010
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Der letzte Bericht der EU-Kommission war erschütternd für Polen. Polen erfüllt keine Kriterien, um die EUR-Währung einführen zu können. Ob Polen die EUR-Währung braucht, ist eine andere Frage. Der polnische Premierminister Donnald Tusk hat in einem Interview gesagt, wir nehmen erst dann an der EUR-Währungsunion teil, wenn wir bereit sind. Nach dem die Investoren die Nachricht gehört haben, wollten sie sofort die polnische Währung los werden. Die zweite Seite der Medaille, haben sie nicht gesehen. Die Krise reinigt den Markt, eigentlich fallen schwachen Firmen, die sich nicht neu orientieren können, raus. Die Krise 2008 hat deutlich gezeigt, betroffen waren hauptsächlich Firmen, die expandiert haben, die im Ausland investiert haben und sich auf die Bankgeschäfte (z. B. Valutaoptionen) eingelassen haben. Danach wurde nachgewiesen, dass die Banken nicht alleine für die Krise verantwortlich sind, sondern auch Goldman Sachs die auf Währungen spielen und spekulieren. Gegen solche Eingriffe konnte und wird sich Polen gut wehren. Der Wirtschaftswachstum lag im Jahre 2009 bei 1,8% (die endgültigen Daten sind noch nicht vorhanden). Das Hauptamt für Statistik GUS hat berechnet, dass das Bruttoinlandsprodukt für das Jahr 2009 bei 1.344 Mrd. PLN lag. Ob der Zloty runter fällt oder sich stabilisiert, er wird immer für Polen gut sein. Ein schwacher Zloty ist gut für den Export Nicht alle Investoren wissen, dass der schwache Zloty gut für den Export ist. Viele Unternehmen haben ihre Verträge in der EUR-Währung abgeschlossen. Wenn die EUR-Währung oder anders gesagt der Zloty instabil ist, kann es Tiefen und Höhen geben, in denen die Exporteure Gewinne erzielen können. Je mehr der EUR kostet, desto mehr bekommen sie in Zloty und mehr Umsatz wird gemacht. Bei höherem Umsatz bleiben die Firmen liquide und können so ihre Bilanzen und Finanzberichte verbessern. Dadurch können auch die Unternehmen ihre Waren preiswerter anbieten als in anderen Ländern. Der Niedriglohn liegt bei 1.317 PLN und mit Versicherung und anderen Lohnnebenkosten bei 2.000 PLN liegt, bei einem Kurs von ca. 4 PLN pro EUR, kostet ein Arbeitnehmer 500 EUR und nicht 570 EUR, wenn der EUR-Kurs niedriger ausfällt.  
 
Wortzeichen im Artikel: 7305

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