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Typisch polnisch, typisch deutsch und was bedeutet das?
Typisch polnisch, typisch deutsch und was bedeutet das?
von Izabella Ewa Cech, Klaudia Cech 17. Mai 2010
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Jeder, der in beiden Ländern, Deutschland und Polen unterwegs ist, sollte auf die Kulturunterschiede Rücksicht nehmen. Diese sind nicht immer so schlimm wie man erwartet. Viele Polen leiden auch, wie andere Völker unter dem „freiwilligen“ Medienzwang und nutzen die Sprüche und Sätze, die sie im Fernsehen oder Radio gehört haben. Wenn jemand aus Polen ist, muss sich auf einige Spezialitäten der Medien einstellen. FAZ oder TAZ? Noch vor kurzen hat Tomek, unser Webmaster gesagt „na schau mal und noch vor kurzem hat FAZ unseren Präsidenten ganz falsch dargestellt und von Kartoffen geschimpft und jetzt loben sie ihn“. Dass in Deutschland sowohl TAZ als auch FAZ als Tageszeitung vorhanden ist, ist ihm entgangen. Das brachte uns auf den Gedanken bei jungen Menschen eine Umfrage zu starten, wer hat den Präsidenten als Kartoffel bezeichnet? Nur wenigen wussten, dass neben FAZ auch eine andere Zeitung, die TAZ, gibt. Einige wussten nur, eine große deutsche Zeitung hat das geschrieben. Kein Problem, diese Personen, die der deutschen Sprache mächtig sind oder sich für die deutsche Politik interessieren, haben die richtige Antwort gegeben. Fazit: Egal was die TAZ schreibt, FAZ muss darunter leiden. Frage: Für wie viele Punkte? Auch typisch polnisch ist das Verhalten, wenn jemand kommt und fragt „darf ich eine Frage stellen?“ oder „können Sie mit sagen?“ kommt sehr oft die Antwort „für wie viele Punkte?“. Meistens sagt man für 10 und dann bekommt man eine Antwort. In Deutschland gibt es eine vergleichbare Redewendung, der Deutsche würde darauf sagen, „dann ich kaufe ein E“. Polen kaufen nicht, Polen stellen die Fragen und geben Punkte dafür. Verbunden ist das mit dem Fernsehen Programm, wie den Sendungen „Das große Spiel“ oder „Welche Melodie wird gespielt“, in denen die Teilnehmer Antworten geben, um Punkte zu erreichen. Dieses Verhalten ist bei Polen sehr oft. Man hört es in der Schule, auf der Straße oder unter Bekannten. Es ist scherzhaft gemeint und hat keine bösen Absichten. Man muss einfach mit einem Lächeln eine Punktezahl nennen und auf die Antwort warten. Fazit: Bei einer Falscher Frage wird eine falsche Antwort gegeben und der Punktezahlabzug beginnt. Aber bitte nur mit einem Humor mitnehmen, alles gehört zu dem Spiel. Mercedes ist der beste oder den Gaswagen bitte „Zwei super Dinge sind geschaffen worden“, sagte Pawel, der Gastechniker, „die Frau schuf Gott und die Deutschen den Mercedes“ „Tja, den Mercedes, aber nur die alten, fügt er sofort hinzu, die neuen sind nicht so gut“. Er fährt einen Mercedes Jahrgang 1991 und den neuen will er nicht kaufen, auch über einen anderen Wagen denkt er nicht nach. Noch nicht. „Wozu?“, sagt Pawel, „mein Wagen ist doch gut“. Zwar meinen die Niedersachsen, einen Mercedes fahren nur Bauern, aber Polen stört es nicht. Ein guter Wagen wird immer gesucht. Robert, der Akademiker, sucht nach einem Unfall mit Totalschaden einen Wagen, aber nicht irgend einen, sondern einen alten, preiswerten, aber guten. Noch vor kurzem fuhr er einen Seat, nach dem Zusammenstoß sind ihm nur die Kreditraten geblieben. Jetzt sucht er einen alten Mercedes, der ist gut und verbraucht nicht so viel Sprit. Falls er keinen Mercedes finden sollte, dann irgendein Auto mit LPG, um Geld zu sparen. Fazit: Polen wissen, was gut ist, aber wenn es nicht erreichbar ist, dann muss auf Gas gegangen werden. Diesel- und Gasmotoren gehören zu den gesuchten Kraftstoffverbrauchern. Haben Sie einen alten Mercedes? Der findet in Polen bestimmt einen Interessenten. Sonst nur die Gaswagen werden gekauft. Die Handwerker a`la Deutsch Die Handwerker in Polen versuchen die deutschen Angewohnheiten in einigen Gebieten Polens in die Tat umzusetzen. Eine kleine Wohnung, fast Miniwohnung, von 35 m² werden die verdeutschten, polnischen Handwerker ca. 1,5 Monaten lang renovieren. Dazu gehört: das Bad, volle Renovierung mit Fliesen legen und Sanitäranlagen anpassen. Die Arbeitszeiten sind kulant, von 9 bis 16 Uhr, Samstag und Sonntag natürlich frei. Dazu kommt noch, bei jeder nicht abgesprochener Tätigkeit wird alles zusätzlich in Rechnung gestellt. Im Endeffekt haben polnische Handwerker das in Deutschland gut gelernt. Nun ob Polen das tolerieren wird man sehen. Wenn die polnischen Handwerken in Polen keine Arbeit finden oder die Menschen sie nicht verstehen, werden sie wieder ins Ausland auswandern müssen, nach Deutschland, England, Frankreich oder den Niederlanden. so wie so sind sie meistens in diesen Ländern schon tätig und haben sich an die dort lebende Bevölkerung angepasst. Fazit: Bei den Handwerkern könnte es schnell passieren, dass statt polnische, ausländische kommen werden und schon jetzt sind die deutschen Handwerker oftmals preiswerter auf dem Markt. Unsere Texte sind urheberrechtlich geschützt. Möchten Sie den Artikel auf Ihrer Internetseite oder anderen Träger veröffentlichen, erwerben Sie bitte eine Veröffentlichungslizenz. In diesem Thema:
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