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Polen gehört zu den Ländern mit geringerem Risiko
von Izabella Ewa Cech 8. August 2010
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Jedes Land kämpft um ausländische Investoren und neue Investitionen. Die verschaffen für einige Zeit Arbeitsplätze und helfen beim Aufbau von Wirtschaftswachstum im jeweiligen Gebiet. Polen gehört zu diesen Ländern, das gerne einem ausländischen Investor Bedingungen schafft, um für einige Zeit die Entwicklung und preiswertere Arbeitskräfte zu gewähren. Nach der Wirtschaftskrise erwartet die Wirtschaft eine Erholung. Diese Erholung wurde schon von der polnischen Agentur für Informationen und ausländische Investitionen PAIIZ festgestellt. Auf einer Pressekonferenz am 28. Juli hat PAIIZ den Stand der ausländischen Investitionen vorgestellt. Nach den Angaben der polnischen Nationalbank NBP sind nach Polen von Januar bis Juni dieses Jahres Direktinvestitionen in der Höhe von 5 Mrd. € geflossen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutete das einen Einstieg von 75%. Alleine im ersten Halbjahr 2010 hat PAIIZ erfolgreich 29 Projekte abgeschlossen. Aus diesen Projekten sind 6 000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Der Gesamtvolumen der Projekte beträgt 377 Mio. €. Der Vize-Wirtschaftsminister Rafal Baniak erwartet den Zufluss von Direktinvestitionen nach Polen auf dem Niveau von ca. 10 Mrd. €. Seiner Meinung nach beweisen solche Faktoren wie eine niedrige Arbeitslosigkeitsrate und eine sinkende Inflationsrate, dass Polen ein guter Standort für Investitionen ist. Der Geschäftsführer von PAIIZ Slawomir Majman wies darauf hin, dass die guten Wirtschaftskondition Polens, durch die zahlreichen Nachfragen von ausländischen Investoren untermauert werden. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Wert der ausländischen Investitionen um 75% gestiegen, wie die Zahl der Direktinvestitionen bei der NBP. Auch die Zahl der neuen ausländischen Projekte ist um 73% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Zahl der abgeschlossenen Projekte ist von 10 auf 29 und der Wert von 271 Mio. € auf 377 Mio.€ gestiegen. Die Polnische Agentur für Informationen und ausländische Investitionen bemerkte weniger Greenfield-Investitionen und mehr Brownfield-Investitionen. Die ausländischen Firmen gründen mehr Zentren im Bereich von Dienstleistungen und weniger in der Industrie. Nach dem Bericht von UNCTAD gehört Polen zu den 12 investitionsattraktivsten Ländern. Geschätzt werden dabei die Marktgröße, Zugang zu den internationalen Märkten, Zugang zu den Subunternehmen und Lieferanten, attraktiver Investitionsanreiz. Ausländische Investoren können nach wie vor die Investitionsanreize der Sonderwirtschaftszonen nutzen, dabei sind Steuerbefreiungen bei der Körperschaftsteuer, lokalen Steuern und Abgaben oder Zuschüssen für die Beschäftigung von regionalen Mitarbeitern. Als Stärke der polnischen Seite wurde in der Umfrage „20 Jahre amerikanischen Investitionen in Polen“ genannt: geographische Lage, ausgebildete Arbeitskräfte – Qualität der Ausbildung, berufliche Erfahrung, Zugang zu den Fachkräften, Wirtschaftspotenzial, Wirtschaftsstabilität, politische Stabilität u.a. Zu den wichtigsten abgeschlossenen Projekten von PAIIZ gehören: Der dänische Konzern FM Glasfiber wird in Goleniow in Westpommern Propeller und Schrauben für die Windkrafträder herstellen. Schon im Jahr 2002 haben die Dänen das Grundstück in Goleniow gekauft, aber erst jetzt haben sie beschlossen eine Fabrik zu eröffnen. Im März dieses Jahres war es soweit. Die Fabrik ging offiziell in Betrieb. Mit einem Investitionsvolumen von 1,5 Mio. € werden die Propeller hergestellt. Beschäftigung haben zur Zeit 60 Personen gefunden. Je nach der Quelle soll die endgültige Beschäftigtenstärke zwischen 250 -500 Personen liegen. Im Bereich von BPO – Dienstleistungszentren wurden die Projekte von Sony, Atos Orgin, HP, UniCredit, ABN-AMRO abgeschlossen. Alle diese Unternehmen haben ihre Dienstleistungszentren in verschiedenen Großstädten Polens geöffnet. Sony ist nach Gdynia gegangen und mit dem Investitionsvolumen von 3 Mio. € wird er 150 Personen beschäftigen. HP hat ein Dienstleistungszentrum in Wroclaw für 1 Mio. € und mit 1 100 Beschäftigten gegründet. Die Finanzgruppe ABN AMRO, die zu Fortis Commercial Finance gehört, wird in Warschau Finanzdienstleistungen für ihre Banken abrechnen. Mit 8,1 Mio.€ Investitionsvolumen und 620 Beschäftigen wurde die Firma in Warschau gegründet. Auch UniCredit hat ein Dienstleistungszentrum in Szczecin eingerichtet. 4,5 Mio.€ Investitionsvolumen und 435 Arbeitsplätze sollen den Firmen der Gruppe UniCredit dienen. Samsung und Nokia haben in Forschungszentren investiert. Nokia geht nach Wroclaw mit dem Investitionsvolumen von 2,84 Mio.€ und der Beschäftigung von 400 Mitarbeiter und Samsung hat in Warschau 6,6 Mio.€ investiert und 250 Personen beschäftigt. Beide sind im Bereich der angewandten Technologien tätig. Erwartet werden Investitionen aus solchen Ländern wie China, Indien, Südkorea, aber auch aus Europa wie Großbritannien oder Deutschland und aus den USA . Jedes vierte Investitionsprojekt stammt aus den USA. Unsere Texte sind urheberrechtlich geschützt. Möchte Sie den Artikel auf Ihrer Internetseite oder anderen Träger veröffentlichen, erwerben Sie bitte eine Veröffentlichungslizenz. In diesem Thema:
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