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Erfolgreich nach Polen mit den Sparkassen

von Izabella Ewa Cech 30. August 2010
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Erfolgreich nach Polen mit den Sparkassen

Am Freitag den 27. August haben in Krakow die wichtigsten Köpfe und Partner der Sparkasse Deutschland diskutiert, wie sie effizienter ihre Kunden Richtung Ost- und Mitteleuropa begleiten können.

Mit vielen Institutionen kann man in Richtung Osten gehen. Wir nehmen das Beispiel Polen. Wer kann den meisten Unternehmen helfen, wie wird die Hilfe angeboten und wer setzt diese am besten um?

Die Sparkassen, als Unternehmen, haben einen eigenen Weg gefunden Richtung Polen zu gehen. In eigens gegründeten Abteilungen und Tochterfirmen bauen sie ihre eigenen Netzwerke und Informationsquellen auf, zusätzlich gibt es Informationsblätter wie es jedes Unternehmen herausgibt. Die IHK und AHK haben diese Aufgaben ebenfalls übernommen, den Unternehmen bei der Expansion in Richtung Osten zu helfen, jedoch was kann eine Behörde sagen, die mehr auf der Ebene Politik agiert und eher für Großunternehmen zu Verfügung steht. Sowohl mit ihrem Dienstleistungsangebot als auch mit ihrem Preis.

Die meisten Unternehmen kooperieren auf den untersten Ebenen. Sie brauchen weder die große Politik noch irgend einen Verband, der nur an Geld und Theorie interessiert ist.

Wenn Klaus Kowalski und Marek Schmidt Hilfe in dieser Richtung brauchen, suchen sie sich in ihrer Umgebung ihren Kooperationspartner. Meistens wenden sie sich an ihren Steuerberater, Freunde oder Bekannte, die vor Ort sofort helfen können. Eine vertraute Person, ist sehr wichtig für sie. Denn Vertrauen bedeutet nicht immer nur der anderen Person zu vertrauen, sondern sich auch selbst etwas zuzutrauen.

So ein vertrautes Netzwerk hat auch das deutsch-polnische Kooperationsbüro des deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. Seit dem Jahr 2000 verbindet Herr Mario Quast und Frau Joanna Adamowicz im deutsch-polnischen Bereich Unternehmen. Eine gute Zusammenarbeit mit Frau Menze und deren Netzwerk aus Poznan, konnte schon vielen Unternehmen helfen sich in Polen anzusiedeln. Das Wichtigste, daraus sind nicht nur geschäftliche sondern auch private Kontakte entstanden.

Eine gelungene Expansion in Richtung Polen, brachten beide zu ihrem Workshop in Krakow mit, einen erfolgreicher Holzspielgerätehersteller für Spielplätze. Alles wäre so schön, wenn nicht, ja wenn nicht der AHK- Geschäftsführer aus Warschau das Projekt nicht angegriffen und den Sinn aus Steuergeldern solche Projekte zu finanzieren in Frage gestellt hätte, da man nicht 2 Projekte parallel finanzieren solle.

Er hat zwar nicht genau gesagt welches Projekt er meinte, ob das der AHK oder der Sparkassen, jedoch alle dort versammelten haben zugestimmt, dass die AHK nicht der richtige Ansprechpartner für sie sei, da die AHK sich wie eine Behörde mit Beamten verhält. Die AHK agiert für große Unternehmen, die den Kontakt mit der Politik suchen und der Mittelstand will oder kann nicht immer so hohe Beiträge an die AHK bezahlen.
Zum Glück verlangt der deutsche Staat keine Zwangsmitgliedschaft bei der AHK, wie das bei der IHK der Fall ist.

Warum ist das Projekt der Sparkassen besser als die AHK? Ganz einfach

Herr Quast und Frau Adamowicz haben die Fähigkeit Menschen zusammenzubringen und ihnen zu helfen. Sie widmen sich ihren Aufgaben, auch wenn es zu nichts geführt hat und der potenzielle Investor sich zurückgezogen hat.

Im Netzwerk des deutsch-polnischen Kooperationsbüros des Ostdeutschen Sparkassenverbandes sind Steuerberater, Rechtsanwälte, Wirtschaftexperten aus dem jeweiligen Bereich und der Fachrichtung, die gleichzeitig mit ihren Consultingunternehmen den Firmen einen guten Weg, entweder Richtung Polen oder Deutschland, aufzeigen. Es gibt keinen der alles kennt, aber die Experten orientieren sich an ihren Schwerpunkten wie Energierecht, Wirtschaftsrecht oder öffentliches Auftragswesen.

Obwohl der potenzielle Kundenkreis sich von den AHK-Kunden deutlich unterscheidet, konnte der AHK-Geschäftsführer nicht locker lassen und schien ein bisschen irritiert zu sein, dass es Unternehmen gibt, die ohne AHK-Unterstützung Richtung Polen gehen. Alleine in diesem Jahr sollen von der AHK 50 GmbHs in Polen gegründet werden. Aber was ist das gegenüber 8 000 in Polen tätigen Unternehmen? Nicht ganz 1%.

Wohin gehen die deutschen Unternehmen? Zu Frau Menzel nach Poznan, zu Herrn Quast in Frankfurt/ Oder, zu ihrem Steuerberater oder zu ihren Bekannten in Polen und fragen nach.

Das Treffen in Krakow hat nachgewiesen, dass die Sparkassen und deren polnischer Partner DnBank, Kooperationen nicht nur möglich machen, sondern auch dafür notwendig sind.

Wenn der Sparkassenkunde Richtung Polen geht und ein Konto braucht, kann über seine Hausbank sofort das Konto in Polen beantragen und eröffnen lassen, ohne nach Polen reisen zu müssen.

Was suchen polnische Unternehmen bei Herrn Quast? Sie suchen einen Kooperationspartner, der mit ihnen zusammenarbeiten wird und hilft den Markt für seine Produkte zu gewinnen. Den adäquaten Partner findet er dort mit hoher Wahrscheinlichkeit, da schon einige Projekte gezeigt haben, dass die Kooperationspartner bei dem deutsch-polnischen Kooperationsbüro gefunden wurden.
Was können die Verbände und Kammern machen?

Sowohl Verbände als auch Kammern können eine Plattform schaffen, ein Treffpunkt für die Unternehmen zu werden. Aber nur dann, wenn die Unternehmen Zeit haben. Statt solchen Initiativen Hürden legen, vielleicht sollten sie mehr über gemeinsame Veranstaltungen nachdenken. Der Wettbewerb ist auch auf dem Sektor von Kammern und Verbänden nötig, ohne Wettbewerb wäre es doch langweilig und so würden weder Kammer, noch Verbände, etwas für ihre Mitglieder unternehmen. So herrscht ein gesundes Wettbewerb in diesem Bereich. Die Unternehmen können davon nur profitieren, denn sie gehen zu diesem, der gut ist, auch wenn sie dafür Geld zahlen sollten, dann wissen sie wofür.


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Ausgabe Nr.2 (114) vom 9. Januar 2012
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