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Es gibt kein universales Rezept für den Markteintritt in Polen

von Izabella Ewa Cech 25. Oktober 2010
Achtung: Dieser Artikel wurde von mehr als 6 Monaten veröffentlicht.

Jeder Unternehmer, der Richtung Polen geht, versucht ein allgemeines Erfolgsrezept zu kaufen, um nicht in eine Falle zu tappen. Leider gibt es kein universelles Rezept, weder für Polen, noch für Deutsche, die im Nachbarland ihre erste Schritte machen möchten.

Beamten sind keine Unternehmen

Viele Kammern und Verbände locken Unternehmen zu sich mit dem Versprechen bei einer Expansion Richtung Nachbarland problemlos helfen können. Beamte können aber keine Arbeit von Rechtsanwälten, Steuerberater oder Marketingexperten übernehmen, da sie dazu über kein ausreichendes Wissen verfügen. Solche Stellen sind oft nur als Erstkontaktstellen geeignet, die allgemeine Informationen über das Nachbarland liefern können. Wie man im Beamtengang vorgehen sollte und was man dabei beachten sollte, können nur diese weiter geben, die dabei Erfahrung aus der Pathologie gesammelt haben und schon die Angewohnheiten des anderes Landes kennen. In vielen Gemeinden werden Hilfsstellen für Unternehmer eingerichtet, die die theoretische Hilfe anbieten, obwohl die Unternehmen mehr praktische als theoretische Lösungen benötigen.

Die Unternehmen haben langsam kein Vertrauen mehr in Vereine, Verbände oder Kammern. Einige von der „alten Schulen“ die aus solchem Bereich kommen empfehlen immer noch die alte Methode den Kooperationspartner zu treffen. Messen und Kammerveranstaltungen werden von diesen angeboten. Praktiker raten jedoch davon ab.

Netzwerke bilden und Menschen verbinden

Wenn jemand schon Richtung eines anderen Landes gehen möchte, sollte mehr auf Netzwerker achten, da diese die meisten Unternehmen und Menschen verbinden können. Steuerberater und Rechtsanwälte, die als Multiple-Erfahrungsmenschen eigentlich alles wissen sollten. Das wenigstens erwarten die Unternehmen. Sie kennen aus Erfahrungen andere Personen und Unternehmen, die andere Ländern erkundigen wollen. Manchmal müssen sie auch eigene Netzwerke von Kollegen aus anderen Ländern nutzen, um Hilfe zu erhalten. Solche Unternehmen, die auf der unterste Ebene die Kooperationen anfangen, sind die wichtigsten Akteure für einen weiteren guten Verlauf von Geschäftsbeziehungen.

Was können die Beamten?

Es ist sehr wichtig eine Plattform zu schaffen, die Unternehmen hilft sich auf die Eigenarten des Nachbarmarktes zu recht zu finden. Die kulturellen Unterschieden und Angewohnheiten der jeweiligen Ländern sollten dabei vermittelt werden. Viele von den eingeführten Programme erfüllen ihren Zweck weder auf der polnischen noch auf der deutschen Seite. Vielen von diesen Programmen sind schon gescheitert bevor sie richtig in Gang gekommen sind.

Ein gutes Beispiel dafür ist das von der IBB in Berlin aufgelegte Projekt „Neue Märkte erschließen“, dass sein Ziel nur schleppend erreichen wird, da niemand so richtig Interesse an den Möglichkeiten zeigt und die sog. Berater, die alles kennen und sowohl den Steuerberater als auch den Rechtsanwalt ersetzen wollen, eigentlich dem Unternehmen mehr schaden als helfen werden. Die schlechte Erfahrungen der Unternehmen werden den anderen weiter gegeben und so scheitern auch die besten Ideen.

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Ausgabe Nr.2 (114) vom 9. Januar 2012
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