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Der deutsche Markt lockt polnische Mitarbeiter
von Izabella Ewa Cech 12. Dezember 2010
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Panik ist in Deutschland ausgebrochen, nachdem die deutschen Medien und Gewerkschaften von den polnischen Bauarbeiterdivisionen gewarnt haben, die angeblich schon an der deutsch-polnischen Grenze auf den 1. Mai 2011 warten. Die Nachricht „Ab 5,45 Uhr wird zurückgearbeitet“ erschreckt die ganze Republik. Die Gerüchte über ein Begrüßungsgeld für polnische Mitarbeiter in der Höhe von 500 € soll Furcht und Schrecken verbreiten. Österreich und Deutschland hoffen auf die gut ausgebildete Arbeitskräfte aus Polen. Die österreichische Wirtschaftskammer, sich auf die Berechnungen von Experte berufend, rechnet mit 20 000 bis 25 000 Arbeitskräften aus Polen. Deutschland rechnet mit dem 10fachen, 250 000 Fachkräfte, die aus Polen nach Deutschland kommen werden. Die Gewerkschaften sind empört und die IG- Metall warnt vor dem polnischen Angriff auf den deutschen Arbeitsmarkt. Es kommen nicht nur Polen nach Deutschland auch andere Nationen werden hier erwartet: Litauer, Slowaken, Tschechen, Rumänen, Bulgaren u.a. werden den deutschen Markt gleichzeitig stürmen können und die Unternehmen werden sich die „Besten“ auswählen können. Schon am 1. Januar 2011 wird der Arbeitsmarkt gelockert und die Saisonarbeiter werden von den deutschen Arbeitgebern gesucht. Vorzeitig geöffnet ab dem 01.01.2011 werden schon solche Branchen wie Hotelgewerbe, Lebensmittelverarbeitungsindustrie, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Gastronomie. Eine gute Gelegenheit die Hauskasse aufzubessern und für Saisonarbeiten nach Deutschland zu kommen. Schon im letzten Jahr haben in Deutschland 500 000 polnische Saisonkräfte gearbeitet, diese werden dann durch Dumpinglöhnen mit noch billigeren Arbeitern aus Rumänien oder Bulgarien ersetzt. Insgesamt haben im Jahr 2009 im Ausland 1,57 Mio. Polen als Saisonkräfte gearbeitet, viele bieten schon jetzt die Arbeitsangebote an. In Österreich haben bis Ende Februar 2010 11 670 polnische Bürger eine Arbeitserlaubnis für Österreich erhalten. Schon jetzt suchen die deutsche Arbeitgeber polnische Arbeitskräfte und hoffen auf Freiwillige, die nach Deutschland kommen wollen. Einige von den Arbeitsangeboten haben wir schon gesehen In Nordrhein-Westfahlen werden polnische Saisonkräfte mit guten Deutschkenntnissen für 1 353,50€ Brutto monatlich gesucht. Wenn man die Sozialabgaben und Steuer abrechnet, bleibt ca. die Hälfte davon auf die Hand. Davon muss noch Unterkunft und Verpflegung in der Höhe von ca. 300 € bezahlt werden. also arbeitet man eigentlich für 300 €, die mit nach Hause genommen werden könnten. Das ist kein verlocktes Angebot für einen polnischen Mitarbeiten mit guten Deutschkenntnissen. In Polen wird er viel mehr verdienen können, als bei einem Arbeitsangebot aus NRW. Der nächste Fall aus Hessen. In der Landwirtschaft werden polnische Arbeitskräfte gesucht, zu einem Lohn von 1037€ monatlich Brutto. Unterkunft und Verpflegung in Eigenregie. Zuerst bekommt kein Pole so schnell eine Unterkunft für einige Monate und dann kostet die Unterkunft fast soviel wie das Nettogehalt. Auf die Anzeige wird jemand antworten, der weder Auslandserfahrung, noch gute mathematische Kenntnisse besitzt und sich auf dieses Abenteuer einlässt. Solche Angebote fließen nach Polen, polnische Medien haben angedeutet, die Deutschen brauchen unqualifizierten Arbeitskräften, die einfache Arbeiten machen sollen, da die deutsche Wirtschaft sich sehr schnell entwickelt. Müssen sich die Deutschen vor Polen oder anderen Nationen fürchten? Unter den TOP-Managern in der Welt gib es wenige Polen. Warum? Ganz einfach, polnische Manager die ein stabiles Leben mit Familie führen, sehr schwer eine Entscheidung treffen umzusiedeln, um ihre kleine hart erkämpfte Welt zu wechseln. Die ausländische Manager sind mobiler, da sie oft weder Familiengefühl noch eine eigene Welt geschaffen haben. Das Gleiche gilt auch für die Fachkräfte. Diese die schon eine Familie haben, einen Kredit für ein schwererbautes Haus zu laufen haben, werden diese Chance nur als vorübergehende Lösung sehen, um die Kreditraten abzuzahlen und dann zurück nach Hause zu fahren. Bei den jungen Menschen, die noch kein Familienzwang oder -gefühl spüren, könnte dieses Angebot verlockend sein. Braucht Deutschland wirklich ausländische Auszubildende? Haben die Deutschen nicht ihre eigenen genug, um auszubilden? Und was dann wenn alles scheiter? Gib es einen Plan B? Solche und viele andere Fragen könnten nun gestellt werden, aber Angst vor Polen sollte keiner haben. Unsere Texte sind urheberrechtlich geschützt. Möchten Sie den Artikel auf Ihrer Internetseite oder anderen Träger veröffentlichen, erwerben Sie bitte eine Veröffentlichungslizenz.
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