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Das neue Jahr bietet Enttäuschung und Wut

von Izabella Ewa Cech 11. Januar 2011
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Das neue Jahr bietet Enttäuschung und Wut

Enttäuschung und Wut beschreibt die Gefühle der Menschen in Polen, wenn man die Pläne der polnischen Regierung, besonders des Infrastrukturministeriums, im Bereich der Schnellumfahrungsstraßen der Großstädte in Polen betrachtet. Im letzten Jahr wollte die Regierung für diese Straßen Mautgebühren einführen. Nach den vielen Protesten und kurz vor den Kommunalwahlen ist die Regierung von der Idee abgetreten. Und jetzt? Das neue Jahr mit neuen Ideen. Die Wut des Wroclawer Stadtpräsidenten, Rafal Dutkiewicz, kann man nicht in Worte fassen. Noch letztes Jahr wollte er die Regierung nach Madagaskar schicken und jetzt bereut er dies nicht getan zu haben.

Das Problem betrifft nicht nur Wroclaw sondern auch andere Großstädte wie Katowice, Krakow, Warszawa. Die Großstädte die an den Autobahnen und Schnellstraßen liegen, wollen den Stadtverkehr begrenzen und den Transit auf die Umfahrungsstraßen abfließen lassen. Nach der Idee des Infrastrukturministers soll man nicht kostenfrei um die Großstädte fahren. Der Stau in den Städten wird bleiben, da keine Autofahrer zusätzliches Geld zahlen wollen. Statt entlasten werden die Straßen im Zentrum wieder belastet.

Offiziell hat der Stadtpräsident Rafal Dutkiewicz mit einem Protest begonnen. Sogar auf Facebook wurde eine Protestseite geöffnet.

Das Infrastrukturministerium will die Gebühren einführen, wie die aussehen sollen weiß er noch nicht ganz genau und wo die Mausstellen aufgestellt werden sollen. Die Umgehungsstraßen sind darauf nicht vorbereitet, um Mautstellen einzurichten. Dazu kommen noch zusätzliche Investitionskosten. Alleine für Mautstellen ca. 30 Mio. €, wenn man dazu noch andere Gebäude und Sozialeinrichtungen zurechnet, können die Investitionskosten auf 80 Mio. € steigen. Wer soll das bezahlen?

Die Umfahrungsstraßen sollten für EURO 2012 schon fertigt sein, die Fertigstellung wird sich jedoch verschieben, da die Regierung Sparmaßnahmen einführt und nur für Polen relevanten Strecken bauen wird.

Ab Juli 2011 wird das elektronische Mautsystem für die Fahrzeuge über 3,5 Tonnen eingeführt. Danach sollen die PKWs noch mit der Maut belastet werden. Die Wroclawer können leider nicht auf eine Entlastungen hoffen. Zur Zeit bleibt nur der Protest. Was kommt dann? Entscheiden werden die Wähler im Herbst.

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Foto Quelle> www.wroclaw.pl

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Ausgabe Nr.2 (114) vom 9. Januar 2012
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