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Die Handelsketten gehen in den Coffee To Go-Markt

von Izabella Ewa Cech 7. Februar 2011
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Die Handelsketten gehen in den Coffee To Go-Markt

Der Kaffemarkt wird in Polen auf dem Niveau von ca. 3 Mrd. PLN geschätzt. Jeder will jetzt ein Stück vom Kuchen haben. Die Handelsketten versuchen ihr Angebot zu erweitern. Wie die Zeitung „Rzeczpospolita“ berichtete, hat der Discounterriese Biedronka seine erste Kaffeeteria in Warschau eröffnet. Neben Apotheken, die bei Biedronka schon geöffnet wurden mit ca. 30 Stellen, will jetzt Biedronka Kaffee und Kuchen für die gestressten Kunden anbieten.

Neben Kaffee und Kuchen können Kunden das drahtlose Internet nutzen oder Zeitung und Zigaretten bekommen.

Der Kaffekult kommt langsam nach Polen. In den letzten 5 Jahren wurde der Coffee to go Markt erweitert. Neben den großen Ketten wie Coffeeheaven oder Mc Donalds Café haben auch die Tankstellen ihre eigene Coffee-Bars entwickelt. BP, Orlen oder Statoil u.a. bieten den Reisenden einen Coffee to go, aber haben Sie schon gewusst, dass der Kaffee in Polen schon seit dem XVIII. Jahrhundert getrunken wird und dass die erste Coffee-Bar in Konkurs gegangen ist?

Im Jahre 1764 ist die erste Kaffeebar von einem Mann eröffnet worden, der nach heutiger Bezeichnung einen osmanischen Migrationshintergrund hätte, mit dem Namen „Hinter dem Eisernen Vorhang“. Diese ist pleite gegangen, weil die Warschauer keinen Kaffee an den öffentlichen Stellen trinken wollten. Wie historischen Quellen berichten, haben schon Polen im XVIII. Jahrhundert zu Hause Kaffee getrunken und dieses Genussmittel war allen zugängig zu kaufen.

Die Kaffeeketten haben die besten Möglichkeiten sich weiter zu entwickeln. Nach den Angaben des polnischen statistischen Amtes GUS waren in Polen im Jahr 2008 ca. 2,5 tausend Kaffeebars im Betrieb. Die Analytiker zeigen, dass der Markt sich weiter entwickeln wird. Zu den größten polnischen Kaffeebarketten gehören: Empik Cafe, der über 50 Bars besitzt, Icoffee mit 25 Bars, Pozegnanie z Afryka (Abschied von Afrika) mit 17 Stellen. Neben heimischen Kaffeebars kamen nach Polen auch ausländischen Ketten wie Cafe Nescafe mit ca. 40 Verkaufspunkten, Tchibo mit über 30 Bars, Costa Caffee aus Großbritannien mit 16 Ausgabepunkten und Starbucks mit 1er Kaffeebar in Warschau.


Polen gewönnen sich langsam einen Pause zu machen und in den letzten über 200 Jahren haben sie gelernt keine Angst mehr zu haben in der Öffentlichkeit einen Kaffee zu trinken. Früher haben sich die Menschen zu Haus am Tisch getroffen und haben alleine Kaffee gekocht.

Bei einer Befragung durch das Forschungshaus TNS OBOP haben 87% Polen zugegeben ihren Kaffee zu Hause zu trinken. Bei der Verabredung zu einem Kaffee wird meistens Tratsch und Quatsch daraus, also ein gemeinsamer Informationsaustausch entsteht. Nur 13% der befragten verabreden sich mit den Bekannten außer Haus.

Polen haben ihren eigenen Geschmack in Richtung Kaffee. Wie immer, wird auf dem heimischen Markt der polnische Kaffee getrunken. Im Jahr 1988 haben drei Absolventen der Wirtschaftsakademie beschlossen Kaffe zu rösten, so entstand die Firma Prima.

Zuerst haben sie andere Röstereien beauftragt und schon 1990 haben sie den Kaffee im eigenen Betrieb geröstet. Mit 12,2% der Marktanteile der Marke „Prima Niebieska“ führte die Firma Prima SA auf dem polnischen Markt im Jahr 2001. Nach Angaben von AC Nielsen besitzt den zweiten Platz auf dem polnischen Markt die Firma Kaffee Tchibo Family mit 10,3% der Marktanteile. Danach kamen die Marken wie Pedros, MK Premium, Jacobs Krönung und Elite Fort Maxwell.

Der Kaffeemarkt ist sehr lockendes Angebot in Polen, da nach den Angaben von Eurobarometer trinken Polen jährlich 107,3 Liter Kaffee. Zum Vergleich die Deutschen trinken 145,9 Liter Kaffe und die Finnen ca. 608,2 Liter des schwarzen Getränk.
Wenn man den Kaffee in Kaffetassen umrechnet so trinkt ein Polen durchschnittlich ca. 600 Tassen im Jahr.

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